Fallbeispiele: Schuldenfrei durch Gläubigervergleich oder Verbraucherinsolvenz

Fünf typische Fallbeispiele aus der Praxis

Von: Dr. Dietrich von Hase
Stand: 24. August 2005
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Über den Autor:

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Dr. Dietrich von Hase arbeitete nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre, Soziologie und Psychologie zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter, später dann als freier Fachjournalist, freier Proje ...

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Viele Überschuldete kennen die Möglichkeiten gar nicht, die ihnen die Verbraucherinsolvenz bietet, um sich aus ihrer Schuldenkrise zu befreien. Noch weniger bekannt sind die Chancen, die ein Gläubigervergleich bietet. Um zu veranschaulichen, wie solche Lösungen funktionieren, stellen wir Ihnen fünf typische Fallbeispiele aus der Praxis vor.

Informationsmangel verhindert den Ausweg aus der Schuldenkrise

Über drei Millionen Haushalte in Deutschland sind überschuldet. Ohne Verbraucherinsolvenz verjähren Forderungstitel erst nach 30 Jahren.

Zum Weiterlesen: Verjährung

Mehr zum Thema "Verjährung" erfahren Sie in unserem Beitrag "Wenn die Verjährung droht".

Hingegen ermöglicht die Verbraucherinsolvenz den Betroffenen eine Schuldenbefreiung bereits nach sechs Jahren. Der zusätzliche Vorteil: Gleich nach Eröffnung der Insolvenz ist Schluss mit weiteren Lohn-, Sach- oder Kontopfändungen oder der Abgabe eidesstattlicher Versicherungen.

Warum beantragen dann trotzdem pro Jahr nur relativ wenige Betroffene ein Verbraucherinsolvenzverfahren? Warum lassen sich so viele weiter pfänden, eidesstattliche Versicherungen abnehmen und zahlen weiter ohne Ende Schulden plus weiter angehäufte Zinsen und Zinseszinsen ab? Häufig ist fehlende Information der Grund, denn die Insolvenzordnung verstehen meist nur die Rechtsexperten.

Fallbeispiele erfolgreicher Schuldenregulierung

Zur Veranschaulichung der Möglichkeiten, sich aus der Schuldenkrise zu befreien, stellen wir hier fünf typische Fallbeispiele aus der Praxis der Schuldenregulierung vor, wie sie auch über die bundesweit angebotene anwaltliche Rechtshilfe "Erfolgreich aus der Schuldenkrise" möglich sind.

In zwei der fünf Beispiele wurde das Schuldenproblem über die Verbraucherinsolvenz gelöst. In drei Fällen war bereits der Gläubigervergleich erfolgreich.

Der Gläubigervergleich ist häufig noch vorteilhafter als die Verbraucherinsolvenz. Bevor das Verbraucherinsolvenzverfahrens beantragt werden kann, muss zunächst ein außergerichtlicher Vergleich unternommen werden. Kommt es zu einem Vergleich, entfallen auch weitere Pfändungen. Außerdem kann man dann seine Einträge im Schuldnerregister und bei der Schufa schneller löschen lassen. Bei der Verbraucherinsolvenz muss man hingegen auf die Löschungen noch weitere sechs Jahre warten. Beim erfolgreichen Vergleich entfällt auch der Antrag auf Verbraucherinsolvenz. Damit entfallen auch der sonst eingesetzte Treuhänder, die Gebühren für den Treuhänder und die Gerichtsgebühren für das Verbraucherinsolvenzverfahren.

Fallbeispiel 1: Thailand-Rückkehrer mit 22.000 Euro Schulden vergleicht sich über 1.440 Euro

Ein 55-Jähriger lebte fünf Jahre in Thailand. Wegen der Flutkatastrophe kam er Anfang 2005 nach Deutschland zurück. Hier hatte er bei sieben Gläubigern über 22.000 Euro Schulden. Der 55-Jährige fand keine Arbeit und wollte sich daher wieder selbstständig machen. Dafür war es ihm wichtig, dass sein Schufa-Eintrag schnellstmöglich gelöscht wurde, um wieder ein eigenes Geschäftskonto einrichten und einen Gründungsförderkredit beantragen zu können. Das war nur über einen Gläubigervergleich möglich. Denn bei einer Verbraucherinsolvenz würden zwar auch weitere Pfändungsversuche und eidesstattliche Versicherungen unterbleiben. Der Thailand-Rückkehrer hätte aber bis zum Ende des Insolvenzverfahrens, also sechs Jahre lang, einen Eintrag im Schuldnerregister und darüber hinaus, nach der Restschuldbefreiung, noch ganze 3 Jahre lang einen negativen Schufa-Eintrag.

Sein Rechtsanwalt korrespondierte und verhandelte mit den Gläubigern, um einen Vergleich zu erzielen. Das Verhandlungsergebnis: Der Schuldner zahlt jetzt sechs Jahre lang insgesamt 20 Euro pro Monat an alle Gläubiger. Die Gläubiger, die - je nach Quote - teilweise monatlich nur unter 2 Euro erhalten, verzichteten dabei auch auf ihre bisherigen Mahn- und Gerichtskosten sowie auf alle Zinsen. Durch den Vergleich werden in sechs Jahren alle Schulden abgetragen sein. Statt 22.000 Euro plus sich anhäufender Zinsen und Zinseszinsen abzutragen, sind jetzt in sechs Jahren insgesamt nur 1.440 Euro abzuzahlen. Die entstandenen Rechtsanwaltsgebühren rechnete der 55-Jährige als Bedürftiger über einen Beratungshilfeschein ab.

Fallbeispiel 2: Verbraucherinsolvenz-Verfahren für Alleinerziehende

Eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern hatte bei 35 Gläubigern rund 40.000 Euro Schulden. Da sie erst 25 Jahre alt war, erwarteten einige der Gläubiger, dass die Schuldnerin später mehr verdienen werde. Eine "günstige" Einigung war daher nicht möglich. Die Schuldnerin beantragte die Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens. Jetzt wird sie nach der sechsjährigen Wohlverhaltensperiode von allen Schulden befreit sein. Sie muss sich dabei um eine angemessene Arbeit bemühen. Sollte sie ein Nettoeinkommen von über 1.560 Euro monatlich erzielen, gilt ein Teil ihres Mehreinkommens als pfändbares Einkommen, das sie an den als Treuhänder eingesetzten Rechtsanwalt abführen muss.

Fallbeispiel 3: Angestellter reduziert per Vergleich Höhe der Schulden und der Raten

Bei einem 34-jährigen Angestellten mit mittlerem Einkommen hatten sich rund 25.000 Euro Schulden angehäuft. Danach konnte er seine Ratenzahlungen von 600 Euro pro Monat nicht mehr leisten. Der Angestellte wollte sich aber diese Möglichkeit weiter offen halten und möglichs ein Insolvenzverfahren vermeiden. Ergebnis der Vergleichsbemühungen des von ihm beauftragten Anwalts war, dass die Gläubiger - unter anderem das Arbeitsamt - keine Zinsen mehr berechneten und auf 30 Prozent ihrer Forderungen verzichteten. Jetzt zahlt der Angestellte innerhalb der nächsten sechs Jahre seine Schulden in monatlichen Raten von nur noch 250,- Euro ab. Vorher hatten allein die Zinsen über 150,- Euro pro Monat betragen. Seine Anwaltskosten rechnete er über einen Beratungshilfeschein ab.

Fallbeispiel 4: Gläubigerin mit über 20.000 Euro Schulden zahlt nach Vergleich nur noch 1.800 Euro ab

Eine 40-jährige Frau hatte bei einem Architekten über 20.000 Euro Schulden. Sie beauftragte einen Anwalt, einen Vergleich zu erreichen oder andernfalls das Insolvenzverfahren einzuleiten. Das Ergebnis: Die Schuldnerin zahlt jetzt insgesamt nur noch 1.800 Euro an den Architekten und zwar in Monatsraten von 25 Euro über 72 Monate. Der Architekt verzichtete auf den Rest. Ein Insolvenzantrag musste gar nicht mehr gestellt werden.

Fallbeispiel 5: Arbeitsloser Jungakademiker wird per Verbraucherinsolvenz auch BaföG-schuldenfrei

Ein 27-jähriger Jungakademiker mit Abschluss in Kunstgeschichte fand keinen Job. Bei ihm hatten sich 15.000 Euro Bankschulden angehäuft. Als ALG II-Empfänger konnte er keine Raten mehr abzahlen. Zusätzlich waren noch über 20.000 Euro Bafög zurückzuzahlen. Der eingeschaltete Rechtsanwalt konnte den Banken und dem Bafög-Amt als Gläubiger im Vergleichsvorschlag nur den so genannten "Nullplan" anbieten. Der Nullplan-Vergleich bedeutet, dass an die Gläubiger keinerlei Raten bezahlt werden, so lange der Jungakademiker nicht mehr als 1.028,89 Euro monatlich als Nettoeinkommen (das pfändungsfreie Einkommen für Alleinstehende) erzielt und dass nach sechs Jahren alle Schulden erloschen sind.

Die Pfändungstabelle mit den aktuellen Pfändungsfreigrenzen finden Sie hier: Pfändungstabelle und Pfändungsfreigrenzen.

Die Banken und das Bafög-Amt lehnten den Vergleich ab. Nach dem Scheitern des Vergleichs wurde das Verbraucherinsolvenzverfahren eingeleitet. Nach der Wohlverhaltensperiode von sechs Jahren ist der Jungakademiker schuldenfrei. Sogar seine Bafög-Schulden sind dann erloschen.

Zum Weiterlesen: Box-Überschrift für weiterlesen

Mehr zum Thema "Gläubigervergleich" erfahren Sie in unserem Beitrag "Gläubigervergleich oder Verbraucherinsolvenz?".

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schulden

meine freundin offenbarte mir heute sie hätte vor über 3 jahren was schlimmes getan...sie bestellte sachen aus dem inet unter einen anderen namen , natürlich kam es wie es kommen musste sie konnte es nicht begleichen und wurde dann auch wegen betrug angezeigt.

es tut ihr auch unheimlich leid...aber passiert ist es...nun hat sie noch enorme schulden.
hinzu kommt das ihr arbeitsvertrag nun ausläuft und sie schon seit fast 3 monaten erkrankt ist ( psychisch ).

sie weiß nicht wie sie vorgehen soll...ich leider auch.

hab jetzt von verbraucherinsolvenzverfahren gelesen. Ist dies möglich auch bei langzeiterkrankung ?

ihr ist es sehr peinlich die ganze sache, nicht mal ihr Ehemann weiß davon.

danke euch für eine antwort

Privatinsolvenz bei psychischer Erkrankung

Guten Tag,

wir können keine Einzelfallberatung leisten, aber ganz allgemein gilt: Eine psychische Erkrankung schließt eine Privatinsolvenz keineswegs aus, Besonderheiten gibt es nur, wenn die Patientin unter rechtlicher Betreuung steht.

In einem Fall wie von Ihnen geschildert sollte dringend eine Schuldnerberatung (Übersicht der Beratungsstellen) aufgesucht werden, auch eine Rechtsberatung mit Beratungshilfeschein, um so mehr, wenn strafrechtliche Vorwürfe im Raum stehen.

Alles Gute wünscht
Ihre akademie.de-Redaktion

Gläubigervergleich.....

Hallo zusammen,
Folgende Situation:
Habe heute im Briefkasten
ein Schreiben vom Gerichtsvollzieher
bekommen, darin steht:
Ich lade Sie ein bei mir vorzusprechen
Wegen der Sache X um eine eidesstattliche
Versicherung abzugeben. Oder sie bringen 1/6
Der Gesamt Summer Bar mit und wir machen
die Raten auf 6 Monate wenn Sie uns glaubhaft
darlegen können dass Sie auch wirklich auch zahlen.
Die Sache ist aber die:
Den Gläubiger habe ich schon etwas länger an der Backe..
Es wurde eine Ratenzahlung vereinbart und ca. Die Hälfte der Schulden
Wurde schon mit 20€ monatlich abgezahlt jetzt konnte
ich 2 Monate nicht zählen und der Gläubiger
schickt mir jetzt ein Gerichtsvollzieher ins Haus...
Die Hauptforderungszumme beträgt :
648 € zuzüglich Zinsen und ect. Kommen wir auf
Ein Betrag von 1.148,05 zuzüglich ca. 60€ verfahrenskosten.
Meine Frage dazu :
Kann der Gerichtsvollzieher eine Einigung zwischen meinen
Gläubiger vereinbaren wenn ich beim angegebenen Termin beim Gerichts
Vollzieher eine Summe von 400€ auftreiben kann und gleich Bar bezahle
Oder ist die ausgleichszumme zu niedrig ???
Im schlimmsten Fall gehen noch 500€ das ist aber die Grenze auf einen
Schlag kann ich mehr nicht auftreiben.
Ich würde gern auf die eidesstattliche Versicherung verzichten und mehr als 25 € im Monat kann ich auch nicht bezahlen ...
Bitte , bitte um Vorschläge oder Antworten ...
Wäre sehr dankbar .
Lg Karina

Na, das ist doch schon mal ein Batzen.

hi Karina wenn Du ihm wirklich gleich 400 oder 500 € in den Rachen wirfst und eine Vereinbarung unterschreibst dass du mit 25 € monatlich weiterabstotterst sollte er wirklcih zufrieden sein, dann hat er ja schonmal ein Drittel. Du kannst ihm ja sagen, dass Du noch andere Gläubiger hast, da wird er schon ruhiger mit der EV. :-)

Danke für die Antwort , ich

Danke für die Antwort , ich hoffe es klappt
Und die geben sich zufrieden mit dem Geld .
Ist es zu viel oder zu wenig .
Wie ist ihre Meinung dazu? Lg Karina

Schuldnerberatung

Liebe Karina,

wir sind leider keine Schuldnerberatungsstelle und wollen und können in einem Einzelfall keine Empfehlung zu konkreten Zahlen aussprechen. Sicher ist aber, dass Sie sich beraten lassen und ggf. Unterstützung für die Verhandlungen holen sollten. Das kann entweder über einen Anwalt gehen (dazu können Sie Beratungshilfe beantragen http://www.akademie.de/wissen/beratungshilfeschein-kostenlose-rechtshilfe ) oder über eine Schuldnerberatungsstelle. (Hier kann man danach suchen: http://www.forum-schuldnerberatung.de/adressensbstellen/suche_adr.php ) Leider haben die oft lange Wartezeiten, aber es macht auf jeden Fall Sinn, das zu versuchen. Es gibt auch eine Online-Schuldnerberatung von der Caritas: http://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/schuldnerberatung/...

Interessant für Sie ist vielleicht auch das hier:
http://www.akademie.de/wissen/erfolgreich-aus-schuldenkrise-per-anwalt

beste Grüße, erfolgreiches Verhandeln wünscht
Ihre akademie.de-Redaktion

Hallo
Nach 30jahre Ehe, hat mich mein Mann verlassen! Da er guten Lohn hatte, musste er für mein Unterhalt aufkommen!
Das ging Jahre gut so. War auch zufrieden damit was er mir gab!
Ich sucht mir noch eine kleine Stelle, wo ich noch etwas dazu beisteuern konnte!
Habe vier Jahre eine ältere Dame gepflegt bekocht und Haushalt gemacht.
Alles war super! Doch vor einiger Zeit bekamm ich von ihm Post, er schrieb daß er Arbeitslos wäre ( Er wohnt und arbeitet in der Schweiz) Und mir 500euro weniger geben kann! Habe ich auch verkrafftet, hatte ja meine kleine Arbeits Stelle.
Mir wurde dann auch die Krankenkasse bezahlt, die ich früher selber bezahlen musste!
Das ging aber auch eine Weile gut! Bis heute! Die Alte dame geht ins Altersheim! Mein Ex gibt mir immer noch viel weniger,als mir zusteht ( Er hat damals eine Unterhalts besätigung gemacht) Habe auch noch 3000euro schlulden! Was soll ich machen? Darf mir die Versicherungen mein Konto angreifen? Weil vom Unterhalt kann ich nur noch die Miete Essen strom und meine raten in versandhäuser abstottern! Das überzogene,auf der Bank bekomme ich auch noch in den Griff! Aber die versicherungen kosten mir schon 150 euro im Monat! Und ab Januar kann ich die nicht mehr bezahlen! Bitte geben sie mir guten Rat!Ich bin 60jahre alt.

An vom 09.12.2011 09:10:51:

Das private Insolvenzverfahren sieht einen außergerichtlichen Einigungsversuch vor, in dem Sie die 6.000 Euro wieder Ihren Gläubigern anbieten können. Wenn das scheitert, lassen Sie sich das Scheitern von einem Schuldnerberater oder einem Anwalt bescheinigen. Nun erstellt das Insolvenzgericht einen neuen Schuldenbereinigungsplan und legt diesen den Gläubigern vor. Dabei kann dann die Zustimmung einzelner Gläubiger durch das Gericht ersetzt werden (§ 309 InsO ). Erst wenn dieser gerichtliche Schuldenbereinigungsplan auch scheitert, wird das Insolvenzverfahren eröffnet. Eine Schuldnerberatungsstelle kann Ihnen da genauer Auskunft geben.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion von akademie.de

Ich finde es eine Sauerrei, keiner macht sich gedanken was mit den Leuten passiert denen ihr das Geld schuldet. Erst einkaufen ohne Ende Firmen in den Roten zahlen bewegen, jahre lang in saus und braus leben und nun sollen die Bluten die gar nichts dafür können........

insolvenz und schuldenfrei

Insolvenz und dann schuldenfrei hört sich super an. Jedoch schließe ich mich dem an....wer denkt an die Gläubiger ? Sie waren es die den Schuldnern gegeben haben damit sie ein angehmes Leben leben durften.
Sauerei diese Bande von eiskalten Schuldnern.

besserwisser

ich hoffe nur das euer ehren niemals durch wiedrige umstände in eine solche situation kommen.
g.h.

Hallo, ich habe ca.30 000€ Schulden. Ich bekomme kein Arbeitslosengeld und habe auch keinen Anspruch auf "Hartz4. Habe also praktisch kein Einkommen und keine Arbeit! Ich habe die EV unterschreiben müssen! Nix konnte man bei mir Pfänden! Mein Anwalt hat ein Schreiben aufgesetzt (außergerichtlicher Vergleich). 6000€ waren hierfür gedacht! Das Angebot wurde abgelehnt! WAS NUN? Insolvenzverfahren? Oder ist das von den Gläubigern eine normal, das sie das erste Angebot immer ablehnen, um zu schauen ob sie mehr bekommen? Waren die 6000€ zu wenig?? Was tun?? was ist schiefgegangen?

Hallo, wenn auch nur ein Gläubiger den Vergleich ablehnt, kann er nicht zustande kommen. Denn dieser Gläubiger würde weiterhin versuchen, alles zu pfänden, was pfändbar ist, z. B. die gesamten 25.000 Euro. Sie müssen sich also mit diesem Gläubiger einigen, ihn z. B. ausbezahlen und dann erneut einen Vergleich mit den anderen versuchen. Oder Sie überlegen sich das mit der Verbraucherinsolvenz nochmal - dann wären Sie, wenn alles gut geht, nach 6 Jahren die Schulden los. Am besten wenden Sie sich an eine Schuldnerberatungsstelle in Ihrer Nähe:
http://www.f-sb.de/adressensbstellen/such_kurz.php

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion von akademie.de

hallo ,
Habe 165.000,00 € Schulden bei 6 Gläubigern, wollte ein Vergleich machen mit 25.000,00 €.5 Gläubiger waren einverstanden. Einer lehnte ab.
Was soll ich machen.
Ich will auf keinen Fall Verbraucherinsolvenz.

@anonym vom 26.11.

Wenn Informationen aus öffentlichen Verzeichnissen aus diesen gelöscht werden, haben Schuldner die Möglichkeit, auch von der Schufa die sofortige Löschung zu verlangen. Sie müssen dafür die Löschungsurkunde des Amtsgerichts vorweisen können.
Bitte beachten Sie: Anspruch auf sofortige Löschung einer Insolvenz-Eintragung haben Sie nur dann, wenn die zugrunde liegende Information aus einem öffentlichen Schuldnerverzeichnis stammt!
Weitere Informationen zu Schufa-Eintragungen und deren Löschung finden Sie in unserem Beitrag
"Schufa: Was wird eingetragen, wann wird gelöscht, wer erhält Auskunft?"
http://www.akademie.de/direkt?pid=41333

Ist die Löschungssfrist,Einstellung nach § 213 InsO, bei der Schufa 3 Jahre,- auch bei Vorlage der Urkunde ?

Ich habe 6000 euro schulden bei der aok,die lassen sich auf nichts ein was soll ich jetzt machen? bitte helft mir

Guten Tag,

eine Einzelfall können wir nicht anbieten. Am besten wenden Sie sich umgehend an eine Schuldnerberatungsstelle in Ihrer Nähe: http://www.f-sb.de/adressensbstellen/such_kurz.php.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion von akadmie.de

Hallo bitte geben Sie mir einen Rat. Durch Arbeitslosigkeit meines Mannes kann ich nicht mehr alle Kosten decken, vor allem bestreite ich den Lebensunterhalt und Benzinkosten zu meiner Arbeit von ausgereizten Kreditkarten die mir monatl. kaum etwas lassen. Wie kann ich mit den Kreditkarten Banken vorgehen um hier ein Entgegekommen - Hilfe zu erhalten. Mir wäre schon mit Ratenhalbierung für 2 Jahren geholfen und danach wieder volle Ratenhöhe zahlen, Meine Frage geht das, müssen die Banken das und was hat es für Nachteile für mich Schufa, oder?????
Ich bitte um Antwort
Herzlichen Dank

Ich habe eine Frage und bitte um Tipps. Ich hatte in 2004 einen Priv-Insolvenzantrag gemacht und Insolvenz eröffnet bekommen. In 2007 hat mein Insolvenzverwalter mich reingelegt und mir eine Versagung durchgezogen. Weil ich angeblich ihm mein Einkommen nicht rechtzeitig gezeigt habe. Ich hatte natürlich gegen diese Vorgehensweise eine Beschwerde eingelegt und trotzdem die Sache verloren. Der gute Ins-Verwalter war ein besonders schlauer und hat natürlich mir alles für keine Ahnung was alles was nur ging Kaput verkauft. Jetzt meldet sich an mich einer der Gläubiger und will von mir Geld. Ich wusste nicht dass ich diese Sache nicht abgeschlossen hatte damals weil Einblick in die Vorgänge habe ich ja nach Ins-Eröffnung nicht mehr gehabt. Die Frage ist: kann ich etwas tun, wenn mir vom Verwalter die Sache so reingelegt worden ist? Weil jetzt habe ich mehr schulden als vorher.  Vorher hatte ich ja knapp über 100.000,00 EUR und jetzt das dreifache. Wer kennt sich damit aus. Würde gerne was darüber wissen. Vielen Dank im Voraus.

ich habe auch schulden so ca. 20000 euro und habe 3 kinder und bekomme harz 4 ich will aus den schulden raus kommen aber hab keine ahnung wie man so ein vergleichsangebot macht ich habe eine ratenzahlung in höhe von 15 euro bei den meisten gläubigern gemacht aber die muss weiter noch zinsen und einigunsgebühr zahlen kann mir da jemand weiter helfen

Na ja, Antworten scheint es hier nicht zu geben. Schade :-((

Hallo, ich hoffe, hier kann mir jemand einen Rat geben. Vor 20 Jahren wurde ich anwaltlich falsch beraten und eine hohe Summe in eine Grundstücksgesellschaft investiert, die nun liquidiert wird. Nun wird von mir 81000 Euro als Liguidationsfehlvetrag gefordert, was ich natürlich nicht aufbringen kann. Mein Anwalt machte einen Vergleichsvorschlag, und die Gesellschaft bot an, mich durch eine Einmalzahlung von 30 000 aus den Verpflichtungen zu entlassen. Der Vetrag wäre aber sofort fällig gewesen. Das konnte ich aber nicht aufbringen und wir haben 15000 Euro angeboten in Raten. Darauf haben die aber nicht geantwortet und nun kam der Mahnbescheid. Zu meiner Situation: ich habe ein Einkommen von 670 Euro inkl.Wohngeld und besitze ein Haus, welches ich nun verkaufen muss, um meinen Lebensunterhalt zu sichern. Meine Frage nun: wenn weitere Vergleichsverhandlungen scheitern, was kann man mir vom Erlös meiner Immobilie pfänden oder was bleibt mir im Falle einer Insolvenz? Der Pfändungsfreibetrag liegt ja bei 1050 Euro. D.H. man müsste mir ja monatlich noch ca. 900 Euro lassen und auch für die nächsten Jahren einen Betrag monatlich zum Leben. Ich bin 56 Jahre, Witwe und habe keine Arbeit. Sehe ich das falsch? Ich wäre dankbar für Ratschläge.

P.S. Ich lebe im Ausland

Danke,

das werde ich sofort tun.

Und jetzt habe ich auch noch eine Rechnung offen von 150,-Euro (Wurzelbehandlung zwecks Karies und co.) vom Zahnarzt, die muss ich auf jeden fall zahlen. Obwohl es nicht mal zum leben reicht, dann muss ich halt ein monat lang am hunger leiden.
Das Leben ist echt hart geworden, mann kann sich nicht mal die Zähne leisten als Frau, da es kaum zum Leben reicht. Aber wenn Karies weh tut, muss man doch zum Arzt!!!
Ich verstehe nicht warum es so teuer ist....
Ich werde wohl in nächster Zeit auf den Zahnarzt verzichten müssen, auch wenn ich immer Karies probleme habe, obwohl ich 3.mal am tag mein Zähne putze und das fast 7.Min lang. :)

Hallo, bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir im Einzelfall keine Beratung leisten können. Am besten wenden Sie sich umgehend an eine Schuldnerberatungsstelle in Ihrer Nähe: http://www.f-sb.de/adressensbstellen/such_kurz.php.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Redaktion von akadmie.de

Hallo bitte hilft mir,

und zwar habe ich über eine Bank einen Kredit von 3000,-Euro genommen für Führerschein und noch andere Dinge. In dieser Zeit hatte ich noch einen tollen Job mit gutem Einkommen jetzt bin ich Arbeitslos bekomme Hartz 4 und kann meine schulden nicht begleichen nicht mal die Rate mit Zinsen. Was nun sie rufen mich immer wieder an und drohen mir Gerichtlich vor zu gehen, ich habe Angst was kommt auf mich zu, wie soll ich am besten vor gehen????

Danke im voraus.

naja, mit 39 wurde ich von den mich untersuchenden Ärzten gefragt wie ich es schaffte mit diese Krankheit 39 zu werden,denn die lebenserwartung liegt bisher darunter.

Die inkassounternehmen wissen das es bei mir nichts Pfändbares gibt,aber auch das Privatinsolvenz nicht möglich ist und zwingen einen mit ewigen Pfändungen und Drohungen zur freiwilligen zahlung obwohl sie wissen das man nichts zahlen kann.
Wird den sachbearbeitern so vom den Kreditversicherungen vorgegeben der diese inkassounternehmen gehört.
ist in so Fällen wie bei mir eben schon Standart.

ist nur leider so das es Privatinsolvenz nicht für 100% unbefristete Schwerbehinderte mit kleiner Rente gibt.
Ich bin 53 und bin aufgrund unheilbarer Krankheit [zentronukläre Myopathie,also aktiver Muskelschwund]vor 30 Jahren erkrankt und 10 Jahre später erst zum 100 % EU Rentner auf Dauer geworden mit 700 Euro Rente.
2001 wurde Privatinsolvenz mangels Masse und Pfändbarem Einkommen abgelehnt.
Hab noch aus meiner Jugendzeit wo nichts auf diese erkrankung hindeutete 20.000 Euro Schulden.
also ca. 6000 Euro + 16.000 Zinsen mit zunahme von 1000 Euro/Jahr.

Vergleich mit den 5 Gläubigern klappte ja schon vor Jahren,Raten von 45 bis 10 Euro Monatlich, trotzdem bekomme ich regelmässig Drohungen usw. wenn ich nicht mehr zahle.
Dauer der zahlungen noch mindestens 35 Jahre , So bleiben mir schon seit vielen Jahren nur 95 Euro Monatlich zum Leben übrig.
Ja ich wiege bei 182 cm nur 50 KG und zur Tafel kann ich seit Jahren nicht mehr da ich Pathologische Muskeln hab und nicht in der Lage zum Laufen bin.
Hatte jetzt HerzKlappen Op und muss noch zusätzlich die zuzahlungskosten von 24 Tagen KH aufenthalt abstottern.
Dazu noch 160 Euro Jahr für Medikamentenbefreiung die ich erst bekomme wenn ich die zahlung geleistet hab.

Also,irgendwas stimmt in unserem lande nicht wenn Erwerbsunfähige Behinderte vom Gesetzgeber so im stich gelassen werden und keine Chance haben ihre Schulden durch Private insolvenz o.ä. begleichen können.

selbst unsere Ämter meinten das ich die wahl habe,entweder existiere ich weiter so,oder nehme Sterbehilfe in Anspruch.
Klingt zwar hart,ist aber die Realität.

Hallo, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch! Sie haben die 6 Jahre durchgehalten und sind damit auf dem Weg zu einem wirtschaftlichen Neuanfang. Wenn die Verfahrenskosten gestundet wurden (Sie haben vermutlich bei Beginn des Insolvenzverfahrens die Stundung der Verfahrenskosten beantragt?), haben Sie nach den sechs Jahren noch vier Jahre Zeit, die Verfahrenskosten zu zahlen, aber nur, wenn Ihr Einkommen bestimmte Grenzen übersteigt. Der Restbetrag der Verfahrenskosten wird nach den vier Jahren erlassen. Also, nur keine Panik!

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