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Solo-Selbstständige müssen sich auch um sich selbst kümmern

Sie sind Ihr eigener Chef? Dann nehmen Sie auch Ihre Fürsorgepflicht wahr!

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Stand: 24. Mai 2013 (aktualisiert)

Selbstständige sind bekanntlich "ihr eigener Chef". Daraus ergibt sich aber auch eine Pflicht, die leider viel zu selten wahrgenommen wird: Eine Fürsorgepflicht und Kontrollfunktion gegen sich selbst. Wenn Selbstständige sich nicht selbst vor Überarbeitung schützen, wird es auch kein anderer tun. Aufgrund leidvoller Erfahrung weiß Robert Chromow, wie wichtig geregelte Arbeitstage und ein kontrollierter Umgang mit den eigenen Ressourcen sind.

Seit mehr als 15 Jahren arbeite ich nun als freiberuflicher Journalist, Texter und Berater – die meiste Zeit vom heimischen Büro aus. Ich verbringe kaum unproduktive Zeit im Auto, habe einen schönen Blick ins Grüne, kann mir die Zeit weitgehend frei einteilen und einfach meine tägliche Joggingrunde drehen oder auch das Mittagessen machen. All das verdanke ich dem für mich damals mutigen Sprung in die Selbstständigkeit.

Dass ich einmal als "Selbstangestellter" meine Arbeitskraft vermarkten würde, war mir Beamtenkind nämlich keineswegs in die Wiege gelegt worden: Die Entscheidung kam eher aus Mangel an passenden, familienfreundlichen Beschäftigungsalternativen zustande: Meine berufstätige Frau konnte und wollte die Verantwortung für Kind und Kegel partout nicht alleine übernehmen – und ich nicht zu den Vätern gehören, die sich am Lebensende grämen, weil sie von ihrem Nachwuchs viel zu wenig mitbekommen haben.

Selbstbestimmung: Wenn der Segen zum Fluch wird

Und: Ich wollte nicht irgendeinen Job machen. Ich wollte mir meine Herausforderungen selbst suchen, eigene Ideen verwirklichen und meine Arbeitstage ohne unnötige Fremdbestimmung zubringen. Die Idee, mein eigener Chef zu sein, hat mir von Anfang an ausgesprochen gut gefallen.

Nur: So schön und befriedigend das lange Zeit war – mehr und mehr bin ich dabei an meine Grenzen gestoßen. Ursprünglich

  • war ich vom kreativen Teil meiner Arbeit begeistert,

  • habe Routineaufgaben, Verwaltungskram und sogar Computer-Installationen als Ausgleich und Erholung betrachtet,

  • war auch abends und am Wochenende auf Zuruf für meine Kunden erreichbar und

  • habe notfalls Nächte durchgearbeitet, ohne mir meine gute Laune verderben zu lassen.

In den letzten Jahren habe ich jedoch immer öfter bemerkt, dass mir dazu die Kraft und Motivation fehlt. Das mag auch an Alter und nachlassender Faszination liegen. Mindestens ebenso sehr hatte das aber auch mit den langfristigen Folgen der unkontrollierten Arbeitsweise zu tun, die unter Solo-Selbstständigen weit verbreitet ist.

Das Büro im Nebenzimmer entwickelt Sogwirkung …

Das Problem des Einzelkämpfer-Daseins ist gar nicht so sehr die mangelnde Kommunikation: Anregungen und persönliche Wertschätzung von anderen Menschen bekomme ich genug – sowohl von Angesicht zu Angesicht als auch auf vielfältigen virtuellen Wegen. Und der Stallgeruch und Flurfunk einer "richtigen" Firma fehlen mir kaum. Zum Energiefresser entwickelt haben sich bei mir im Laufe der Jahre die mangelnde Trennung von Berufs- und Privatleben und das Fehlen eines klar strukturierten Arbeitstages.

Die Nähe von Berufs- und Privatleben erscheint zwar auf Anhieb nur vorteilhaft – ich selbst habe jahrelang nicht daran gezweifelt. Im Laufe der Jahre kann sie aber zur Belastung werden. Dabei liegt die Gefahr aus meiner Sicht weniger in der ständigen Ablenkung durch Privates – der viel zitierten "Kühlschrankfalle". Sie liegt vielmehr im Fehlen eindeutiger Ziel- und Zeitvorgaben bei der Arbeit bzw. ihrer fehlenden Kontrolle. Eine der Folgen: Man hat niemals "richtig Feierabend".

Gewiss: Zu Beginn der Selbstständigkeit und während gelegentlicher Belastungsspitzen ist das kaum zu vermeiden – und auch gut auszuhalten. Doch wenn der Weg zur Arbeit gerade mal zehn Meter weit ist, dann entwickelt das Büro auf Dauer eine permanente, unwiderstehliche Sogwirkung. Die erstrebte Unabhängigkeit führt bei vielen Freelancern dann ungewollt dazu, dass das Berufsleben alle anderen Bereiche dominiert. Ein Selbstständiger hat schließlich immer zu tun – und sei es nur, den nächsten Auftrag an Land zu ziehen, zu kalkulieren, zu verwalten oder die Buchführung zu erledigen.

Der beschriebene Effekt entsteht übrigens völlig unabhängig von der Auftragslage und der tatsächlichen Arbeitsbelastung. Egal wie groß oder klein das Pensum ist, es neigt dazu, die zur Verfügung stehende Zeit auszufüllen! Wenn sehr viel Zeit zur Verfügung steht, ist die Gefahr sogar besonders groß, sich zu "verlaufen", unverhältnismäßig viel Energie auf Banalitäten zu verwenden – und zu guter Letzt sogar noch in Zeitverzug zu geraten! Da steht einem nun einmal kein Chef auf den Füßen und drängelt …

Was tun? Chef besorgen!

Mangelnde Arbeitsorganisation erzeugt hohen Leidensdruck: Das sieht man schon an den zahllosen Techniken des Selbst- und Zeitmanagements. Dazu gehören ausgefeilte Planungshilfen aller Art sowie teure Seminare, in denen man deren Anwendung erlernen kann – allzu oft aber nur, um sie schnell wieder restlos zu vergessen.

Das Problem: Vielen Menschen mangelt es nicht am Wissen um sinnvolle Ziele und vernünftiges Verhalten. Es fehlt an der konsequenten – und überwachten! – Umsetzung in der Praxis. Was fehlt, ist die tatsächliche Verhaltensänderung. Auch Solo-Selbstständige brauchen daher eine freundliche, aber unerbittliche Instanz, die sie an ihre Vorhaben erinnert: eine Art fürsorglichen, mitfühlend kontrollierenden Chef.

Als Selbstständiger können Sie sich den am einfachsten auf zwei Wegen verschaffen:

  • Entweder Sie bilden mit einem Kollegen in vergleichbarer Lage eine Art Alltags-"Erfolgsteam", in dem Sie sich gegenseitig aufrichtig (!) über Ihre Tages- und Wochenplanung und Umsetzung informieren und sie wechselseitig kontrollieren. Anregungen zum Thema Erfolgsteam-Bildung habe ich vor einiger Zeit unter der Überschrift "Coaching auf Gegenseitigkeit" formuliert. Einen persönlichen Erfahrungsbericht über meine Teilnahme an einem Erfolgsteam finden Sie im Beitrag "Praxiserfahrungen mit der Coaching-Selbsthilfe".

    Oder aber:

  • Sie machen für sich selbst einen möglichst genauen Plan – und stellen den Wecker danach!

Eine ganz schlichte Maßnahme hat bei mir bereits ganze erstaunliche Wirkung gezeigt: Seit einiger Zeit verteile ich mein Tagespensum, aber auch die Pausenzeiten in überschaubaren, meist 90-minütigen Häppchen auf den Tag und lasse mich – wie von einer Schulklingel – durch die Alarmfunktion meines Smartphones an den nächsten "Meilenstein" erinnern.

Erfahrungswerte: Was sich ändert

Nein, meine Produktivität hat sich dadurch nicht sofort erhöht: Für viele Aufgaben brauche ich nach wie vor länger als vorgesehen – auch wenn meine Planungen im Laufe der Jahre viel realistischer geworden sind. Selbst- und fremdverschuldete Unterbrechungen gibt es ebenfalls noch. Nur: Ich kann sie jetzt bewusster kompensieren, indem ich Unwichtiges zurückstelle oder notfalls ganz von der Agenda streiche.

Denn meine Weckrufe verschaffen mir nun jeden Tag fünf bis zehn Zäsuren: An jedem dieser Punkte orientiere ich mich kurz, wo ich stehe und was ich noch vorhabe. So merke ich nicht erst am Ende des Tages, dass mir die Zeit durch die Finger geronnen ist.

Mindestens ebenso wichtig: Ich gönne mir planmäßig Pausen, verlasse ganz bewusst meinen Schreibtisch und spüre, wie gut das für Konzentration und Kreativität ist. Das wusste ich zwar auch früher schon – ich habe es aber einfach nicht konsequent praktiziert!

Nicht zu vergessen: Feierabend bedeutet bei mir seit einiger Zeit auch wirklich Feierabend und im Urlaub mache ich tatsächlich Urlaub. Und zwar sowohl äußerlich als auch in Gedanken. Inzwischen kann ich bewusst abschalten: Ich habe mein Pensum ja geschafft. Was noch nicht fertig ist, steht auf dem Plan für morgen (oder nach dem Urlaub).

Zeitfresser auf Diät

Der Wecker hat's genau genommen nicht allein gebracht. Er half mir aber unter anderem dabei, die schlimmsten unproduktiven Zeitfresser zu identifizieren und ihnen eine radikale Fastenkur zu verschreiben. Die Folge:

  • E-Mails hole ich im Normalfall nur noch an vier bis fünf festen Zeitpunkten pro Tag ab.

  • Der allgemeinen E-Mail-, Foren- und Networking-Korrespondenz gestehe ich insgesamt pro Tag nur noch maximal eine Stunde zu – verteilt auf 15-Minuten-Portionen. Private E-Mails beantworte ich in einer Pause oder nach Feierabend.

  • Die Newsletter-, Mailinglisten- und Newsfeed-Lektüre ist auf freie Zeiten am Nachmittag verbannt. Seit ich meine Abos gründlich ausgemistet habe, ist die unproduktive Sogwirkung zudem spürbar geringer geworden.

  • Internet-Nachforschungen und Computer-Installationen sind tagsüber tabu, soweit sie nicht unmittelbar in Zusammenhang mit konkreten Aufträgen stehen.

Diese Liste ist nicht originell, gewiss: Eigentlich handelt es sich ja um Auflagen, die ein Arbeitgeber seinen Angestellten entweder in den Arbeitsvertrag schreibt oder zumindest von Zeit zu Zeit mündlich oder auf Betriebsversammlungen ans Herz legt – und um deren Einhaltung er sich im Interesse der Produktivitätssicherung kümmert.

Fazit

Zeit lässt sich nicht vermehren. Sie lässt sich aber mehr oder weniger bewusst und sinnvoll nutzen. Wer sein eigener Chef ist und unter chronischem Zeitmangel leidet, tut gut daran, den Begriff "Selbstangestellter" wörtlich zu nehmen und das eigene Tun einmal aus der Chefperspektive zu betrachten – und daraus geeignete Konsequenzen zu ziehen!

Falls Sie damit Probleme haben, dass Ihnen kein Chef auf den Füßen steht, und Sie das nicht selbst übernehmen wollen oder können, dann suchen Sie sich jemanden, der es als Coach für Sie übernimmt. Es lohnt sich!

Und wie halten Sie's?

Jeder Mensch ist verschieden. Deshalb interessiert mich: Wie schaffen Sie es, Ihre Aufgaben zu erledigen, Ziele zu erreichen und Ihre Zeitplanungen einzuhalten, soweit sie nicht durch Termine von außen diktiert sind? Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung an chromow@akademie.de. Ihre E-Mails werden ungeachtet der rigiden Mail-Richtlinien garantiert gelesen und beantwortet :-)).

Lektüretipps

In ihrem lesenswerten Buch "Kollege Ich - Die Kunst, alleine zu arbeiten" hat zum Beispiel Gudrun Sonnenberg vor Jahren viele kluge Einsichten zum Thema Selbst- und Zeitmanagement für berufliche Einzelkämpfer formuliert. Zusammen mit Co-Autorin Birgit Golms hat sie ihre Vorstellungen unter dem Titel "Homeoffice: Erfolgreiches Heimspiel dank Zeit- und Selbstmanagement" zusammengefasst.

Noch viel mehr praktische Tipps und Tricks zur Organisation des Büroalltags enthält unser Kurs "System und Ordnung im eigenen Büro". Falls Sie Ihrem Arbeitsalltag mehr Fokus verleihen wollen, indem Sie die Heimarbeit gegen ein externes Büro vertauschen, verrät der Artikel Bürogemeinschaft: Tipps für die Büro-WG viele praktische Ratschläge zu dieser Alternative.

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Ihre Wertung:

 

Danke

Lieber Herr Chromow,

Ihre Artikel bei akademie.de begleiten mich seit Beginn meiner Selbstständigkeit vor mehr als 10 Jahren, und sie sind immer wieder gut, informativ und zuverlässig. Egal ob es um korrekte Rechnungsstellung geht, Honorarverhandlungen oder, wie jetzt, um das Um-sich-selbst-Kümmern.

Danke also dafür -- wollte ich nur mal gesagt haben :-)

Schönes Wochenende und viele Grüße

Elke Ruchalla

Der Artikel ist sehr persönlich und ansprechend

Dazu kann ich auch jedem Selbständigen meine Erfahrung mitteilen. So früh wie möglich in der Selbständigkeit innere Räume zur Entspannung zu suchen.

Wir glauben immer alles im Griff zu haben und letztlich haben wir nichts im Griff: wir alle gehen leer aus dem Leben. Wer das zu lebzeiten schätzen zu weiss ist ein König.

Durch Meditation erlangt man als Selbständiger den Zugang zur eigenen inneren Lebensquelle. Daraus kann man schöpfen um wirklich intelligente Lösungen und Wege zu finden: Beruf und Privat in eine Balance zu bringen.

Ist angekommen ... :-)

Vielen Dank, liebe Frau Ruchalla,
für Ihre freundliche Rückmeldung und die Wertschätzung meiner Artikel: Ich habe mich sehr darüber gefreut! Da macht die Arbeit gleich nochmal so viel Spaß.
Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, alles Gute und herzliche Grüße
Robert Chromow

Ein Artikel mit Wahrheiten!
Das Abschalten war für mich das Schwerste, weil man irgendwie immer "abrufbar" ist. Wenn man das nicht lernt - dann wird es nichts. Das geht alles zu Lasten der Familie und der eigenen Gesundheit. 2 Wochen im Jahr wird richtig Urlaub gemacht - ohne Laptop und Handy. Das geht, man mag es kaum glauben.
Und auch ich habe feste Zeiten für Sport und Sauna in der Woche. Das hilft der "kleinen" Seele und aktiviert neue "Geister".
Ihre Antje

auch ich kann dem Artikel nur zustimmen. 3 Kinder unter 10 Jahren mit Selbstständigkeit, Büro zuhause und festen Kurszeiten zu verbinden, ist allerdings ein Riesenkraftakt. Ich habe immer eine Prioritätenliste auf meinem Schreibtisch liegen. Wenn über die Hälfte abgearbeitet ist, gibts eine neue. Außerdem habe ich feste Bürozeiten für mich eingerichtet und falls die durch kranke Kinder, Arzttermine, Zusatzstunden ausfallen müssen, gibts eine Arbeitseinheit am Wochenende. Ist zwar ein bißchen nervig für die Familie, aber ich kann danach wieder viel besser abschalten.
Grüße aus Emmendingen
Priska Jessberger-Merle

Hat mir aus der Seele gesprochen, gute Tips, danke!
Gruß Bettina Busch

Der Artikel ist mir aus der Seele gesprochen. Mit dem PDA Terminen habe ich es auch versucht, das nervt aber zu stark. Bei mir hat sich folgendes bewährt: Feste Termine in den PDA, alles Andere als Aufgaben und dann Auswahl nach dem Lustprinzip. Das klappt ganz gut.
Nur mit dem Abschalten ist das so eine Sache, weil ja immer noch etwas zu tum bleibt.

Grüße aus Kiel

Peter Schnoor

Kommt mir leider sehr vertraut vor...die Vorteile und die Nachteile.
Das Planen des Tages, aufwendige Zeiterfassung und dergl. kann zum zusätzlichen Zeitfresser werden.
Abends regelmäßig aufschreiben was man quantitativ und qualitativ über den Tag so geschafft hat. Ehrlich!,also auch die verbummelte Zeit (Mails, Internet...) . wirkt (noch) bei mir sehr disziplinierend.

Hallo Robert, das ist ein chöner, wunderbar persönlicher Artikel. Kompliment! Frei nach "Loddar" Seifert glaube ich hingegen, dass jeder Typ ein eigenes ZM braucht (und gebe dir Recht, dass das reine Wissen über Zeitmanagement-Techniken allein niemanden auch nur einen Zentimeter weiterbringt). Kllingelnde PDAs würden mich indes furchtbar nerven. Ich ziehe viel Energie daraus, Dinge dann zu machen, wenn ich in Stimmung dazu bin - das "Pleasure Principle", das sich Buchautoren aufgrund der weitgesteckten Abgabetermine auch leisten können. An manchen Tagen schreibe ich so 20 Seiten für ein Buch und an anderen fällt mir kein Wort ein. Auftrag hin oder her, PDA ja oder nein - ich habe mich entschieden, dem natürlichen Rhytmus nachzugeben und bin insofern wohl ein sehr skandinavischer Chef zu mir selbst ;-)
Herzliche Grüße
Svenja (Hofert)

Selten habe ich bei einem Artikel so oft innerlich "stimmt" gesagt wie bei diesem hier. Sie haben den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen. Meine Lösung für diese Situationen ist u.a. ein Rückgriff auf die Schulzeit.
Ich nehme mir (wenn möglich) morgens Zeit für meine Morgenseiten, in denen erst mal der Kopf geleert wird und alles was so flüchtig herumschwirrt einen Platz findet. (Buch dazu: Der Weg des Künstlers im Beruf)
Danach nehme ich mir einen Stundenplan zur Hand. Inzwischen hab ich dazu ein Computerformular, doch angefangen hab ich mit einem herumliegenden alten Schul-Stundenplan. In diesem schreibe ich als erste meine Pausen ein. Das war ja in der Schule schon das wichtigste ;-) Und dann muss ich mich erst mal für die wichtigsten Dinge entscheide. Diese werden dann als "Fächer" eingetragen.
Der Stundenplan hängt im Büro dann direkt neben mir an der Pinnwand und gibt mir einen strukturierten Tag vor. Für mich funktioniert's ganz gut.
Grüße aus einem völlig eingeschneiten Passau,
Alexandra Graßler

Ich habe mir auf Anraten meiner ebenfalls selbständigen "Erfolgsteam-Kollegin" einen Spiegel auf den Schreibtisch gestellt: Meine Chefin sieht mich jetzt gelegentlich freundlich und ermunternd, mal auch etwas strenger an und sagt so Sachen wie: "Genug recherchiert. Jetzt die Telefonate, bitte."

Ja kann ich alles gut nachempfinden. Und auch die Lösungswege sind akzeptabel - bis auf den klingenden Wecker im 3/4 Takt, nö nix für mich, da spricht wohl mehr der innere Beamte. Freelancer zu sein bedeutet für mich nicht nur produktives Arbeiten, was bei Angestellen nicht immer der Fall ist-gerade wegen des Chefs, sondern auch Zeit und Muße zu haben. Für Verrücktes, Nichtstun, Fortbildung, neue Ideen zu entwickeln. Diese Zeit nehme ich mir einfach.
Entscheidend ist, und das wurde auch angesprochen, immer wieder zwischen wichtig und nicht so wichtig unterscheiden zu können und dann damit auch konsequent zu sein.
Gerade habe ich mir also die Zeit genommen diesen interessanten Artikel zu lesen, eigentlich wollte ich eine WebSite gestalten. War gut so. Richtige Entscheidung.

Gruß aus Köln
Werner Laude

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