Strategien für den Linkaufbau: So bekommen Sie Links auf Ihre Website

Praktische Linkstrategien

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Praktische Linkstrategien

Natürlich sollten Sie nicht alle der folgenden Techniken auf einmal umsetzen. Suchen Sie sich zwei oder drei davon aus und konzentrieren Sie sich dann nacheinander auf jeweils eine Technik davon.

Webangebote mit Besucherbeteiligung: Foren, Wikis, Communities

  • Foren

    Linkaufbau über Foren zu betreiben ist so alt (oder älter) wie die Suchmaschinenoptimierung selbst. Erwähnen Sie Ihre eigenen Angebote nicht schon beim ersten Beitrag. Schreiben Sie erst einmal ein Weile mit, machen Sie sich nützlich und zeigen Sie Fachwissen. Haben Sie erst einmal "Forenkarma" aufgebaut, können Sie auch auf die eigenen Websites hinweisen. Vielleicht zuerst in Ihrer Signatur, später auch mit Links im Beitrag selbst. Vielleicht können Sie die Frage eines Mitglieds ausführlich auf Ihrer eigenen Website/Ihrem eigenen Blog beantworten - natürlich dürfen Sie dann auch darauf verlinken. Wenn Sie ehrlich und hilfsbereit sind, dann kann eine Forenstrategie sehr viel bringen - und nicht nur Links.

  • Wikis

    Bei Wikis ist es ähnlich wie bei Foren. Auch hier müssen Sie sich erstmal eine gewisse Glaubwürdigkeit aufbauen. Wenn Ihre Seite zum Thema passt, können Sie dann auch versuchen zu verlinken. Das funktioniert sogar in der Wikipedia (wobei es sich dort, wie erwähnt, um NoFollow-Links handelt). Wenn Sie sich als nützliches Mitglied der Community beweisen, wird man bei Ihren Verlinkungsversuchen viel nachsichtiger sein.

    Ist Ihre Website deutlich kommerziell ausgerichtet, können Sie die Chancen für permanente Links erhöhen, wenn Sie einen weniger kommerziellen Bereich einrichten, etwa einen Blog, und dort gezielt informationsorientierte Artikel veröffentlichen, keine verkaufslastigen Texte.

    Wenn Sie eine respektierte Firma oder einen allgemeinnützlichen Verein leiten, dann können Sie auch versuchen, eine Seite darüber in der Wikipedia anzulegen.

    Wenn der direkte Link nicht erwünscht ist oder gelöscht wird, dann verlinken Sie am besten auf Seiten, die wiederum Sie verlinken.

  • Communities

    Im Netz gibt es eine Menge Community-Websites, die Diskussionen und/oder Frage-Antwort-Spiele erlauben. Im Grunde ähneln Sie den Foren sehr, außer dass diese in der Regel von großen Anbietern gehostet werden. Zwei Beispiele:

    • Yahoo Clever ist eine Wissenscommunity, in der Sie Fragen jeglicher Natur stellen dürfen. Die Community antwortet. Sie müssen dort nur Mitglied werden und dürfen dann auch antworten. Die Links werden zwar leider mittlerweile auf NoFollow gesetzt, aber dennoch kann Yahoo Clever neue Besucher bringen. Sie könnten beispielsweise die Antwort auf die Frage zum Teil auf Ihrer Website veröffentlichen und den Rest direkt auf Yahoo Clever. Beispiel: Sie antworten auf eine Computerfrage mit Text und nehmen für Ihre Website ein Screencast (Videoschulung) auf, in dem Sie demonstrieren, wie sich das Problem lösen lässt. Dann hinterlassen Sie einfach den Link als normalen Text. Viele werden ihn via Kopieren und Einfügen verwenden.

    • Google Groups basierte ursprünglich auf dem Usenet. Auch heute noch stellen die Google Groups so eine Art Brücke ins Usenet dar; sie sind aber auch gleichzeitig eine Art Superforum. Es gibt für jedes Thema eine Gruppe, in der auch Sie mitwirken können. Dazu ist eine Mailinglistenfunktion integriert und eigene Seiten dürfen Sie auch erstellen. Eigene Gruppen können Sie mit eigenem Layout erstellen. Auch hier sind alle Links mittlerweile NoFollow. Trotzdem: Abgesehen von zusätzlichen Besuchern können Sie über eine themenspezifische Gruppe Reputation aufbauen. In jedem Fall spricht nichts dagegen, in den Gruppennamen die eigene Domain zu verewigen. Ich konnte zu Testzwecken meine Gruppe ohne Probleme "viSEOcoach.de Suchmaschinenoptimierung" nennen. Das wirkt auch.

    Es gibt noch viele andere solcher Web- oder Wissenscommunities. Machen Sie mit und werben Sie mit Ihrem eigenen Know-how.

  • Kommentieren auf Blogs

    Gute Kommentare können direkte Besucher bedeuten, weil die Leser mehr über den "Kommentator" erfahren wollen. Dabei ist es sehr wichtig, dass Sie mit Ihrem Namen auf das eigene Blog verlinken und eine Möglichkeit bieten, Ihre Einträge via Feed (RSS/Atom) zu abonnieren. So machen Sie es Ihren Lesern leicht, das zu verfolgen, was Sie in Zukunft schreiben - und es zu verlinken, diesmal ohne NoFollow.

    Bitte denken Sie an die drei Mantras. Blogger sind an einer Konversation interessiert. Nehmen Sie konstruktiv an der Konversation teil, wird das oft mit einem Link belohnt.

    Fangen Sie aber niemals Ihre Konversation mit einer direkten Linkanfrage an. Das muss von selbst kommen oder es kommt gar nicht.

  • Gästebücher

    Ein Oldie - und ein Goldie: Schreiben Sie etwas Nettes in einem Gästebuch und hinterlassen Sie Ihren Link. Bedenken Sie: Wenn Sie das Gästebuch missbrauchen, wird Ihr Eintrag oder das ganze Gästebuch früher oder später verschwinden. Und dann ist auch Ihr Link wieder weg.

    Passende Gästebücher finden Sie ganz leicht: Suchen Sie einfach nach [meinthema +gästebuch].

  • Social Media und News-Sites

    digg.com in den USA und yigg.de in Deutschland sind Vertreter einer neuen Art von News-Website: Sie ermöglichen es ihren Mitgliedern, die Newseinträge und deren Position zu bestimmen. Das nennt sich dann Social News. Je mehr Stimmen ein Eintrag bekommt (auf digg.com heißt das "diggen", auf yigg.de heißt es "yiggen"), desto höher kommt er in die Liste. Der Eintrag kann aber auch nach unten "gevotet" oder als Spam gemeldet werden. Ein Eintrag, der es ganz nach oben schafft, bekommt jede Menge Besucher. Während man bei digg.com schonmal ein paar tausend oder sogar zehntausend Besucher in der Stunde kriegen kann, sind es bei einer Topstory auf yigg.de vielleicht 200 bis 1000 Besucher am Tag.

    Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung interessant sind aber gar nicht so sehr die Links auf yigg.de oder digg.com selbst als vielmehr der Effekt, dass Blogger und Webmaster mitlesen und gute Beiträge verlinken, und zwar direkt. Im englischsprachigen Bereich können populäre Inhalte so viele Tausend Links erhalten. In Deutschland fällt das deutlich bescheidender aus, es kann aber dennoch funktionieren. Deutsche Webmaster und Blogger wollen halt etwas schlauer über das Ohr gehauen werden.

    Zwei Links: Eine englischsprachige Liste mit weiteren 38 Social Media Sites und eine Liste deutschsprachiger Sites samt Kritik an der Szene, von Oliver Ueberholz.

  • Profile bei digg, flickr & Co

    Viele Online-Dienste der "Web2.0."-Ära wie etwa digg.com und flickr bieten den Nutzern die Möglichkeit einer Profilseite, auf der man auch eine URL hinterlassen kann. Bei vielen, vor allem neuen Diensten werden diese noch nicht mit NoFollow versehen (...bis die Betreiber Bekanntschaft mit übereifrigen Optimierern machen, die täglich automatisiert Tausende von Accounts erstellen.) Dr. Web hat eine Liste vieler Web 2.0-Dienste.

  • Bewertungen, Testberichte und Rezensionen

    Schreiben Sie eine Käufer- bzw. Kundenbewertung auf einer Produkt- bzw. Preisvergleichsplattform oder einem vergleichbaren Dienst. Geschäfte aus ihrem lokalen Umfeld können Sie beispielweise bei Qype veröffentlichen. Stellen Sie vorher sicher, dass Sie Ihre Website in Ihrem Profil verlinken können. Wenn das nicht geht, können Sie Ihr Profil immer noch meine-kommerzielle-website.xy nennen. Das ist zwar kein Link, aber wenn Ihre Bewertungen gut sind, bekommen Sie auch so Besucher.

  • Linkaufbau per Foto

    Fotografen oder andere Webmaster mit vielen Bildern laden ihre Bilder bei flickr oder vergleichbaren Bilderdiensten hoch und verlinken die Bilder im Beschreibungstext mit der Seite, auf der das Bild auf Ihrer Website eingebunden ist. Je cooler die Bilder sind, desto mehr Besucher bekommen Sie.

In Verzeichnisse eintragen

  • Linkverzeichnisse

    Linkverzeichnisse können immer noch interessant sein. Google beäugt sie in letzter Zeit allerdings sehr kritisch: Eine Website sollte für Google und die anderen Suchmaschinen nicht nur aus dem Grund existieren, um die Suchmaschinen zu manipulieren. Genau das ist leider bei den meisten Verzeichnissen der Fall.

    Wenn schon auf der Startseite etwas von "Holen Sie sich einen Link für Ihre Suchmaschinenoptimierung" steht, dann lassen Sie es lieber sein. Wenn das Verzeichnis jedoch eine editorielle Richtlinie hat und zu jeder aufgenommenen Website auch noch einen passenden Text schreibt, dann ist das hingegen ein Qualitätssignal. Im Prinzip spricht ja nichts gegen Verzeichnisse - vor den Suchmaschinen waren sie die einzige Orientierungsmöglichkeit im Internet.

    Wie finden Sie passende Linkverzeichnisse? Suchen Sie einfach nach [meinthema +linkverzeichnis].

    Versuchen Sie ruhig, auch in das DMOZ aufgenommen zu werden. Vielleicht klappt es ja! Womöglich ist Ihre Nische noch gar nicht im DMOZ vertreten oder Sie haben eine Idee für eine neue Nische. Dann werden Sie doch einfach selbst Editor im DMOZ.

  • Artikelverzeichnisse

    Hier werden nicht kommentierte Links, sondern Artikel bzw. Texte veröffentlicht. Auch Artikelverzeichnisse sind von aggressiven Suchmaschinenoptimierern inzwischen heftig missbraucht worden, funktionieren als Linkquelle momentan aber noch einigermaßen. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis Google aktiv wird: Die meisten dienen nur der Linkpopularität und bieten völlig miserable Textfragmente ohne Wert für menschliche Leser.

    Bessere Artikelverzeichnisse nehmen nicht einfach jeglichen Schund auf, sondern üben eine gewisse editorielle Kontrolle aus. Wenn die Qualität stimmt, spricht nichts dagegen, ein paar eigene Artikel in verschiedenen Verzeichnissen zu platzieren. Das ist vor allem dann nützlich, wenn die Artikel selbst gute Positionen erreichen. Suchen Sie einfach nach ein paar Keywords in den Titeln der vorhandenen Artikel. Wenn sich diese Seiten in den Top 30 befinden, dann lohnt es sich, dort auch selbst zu publizieren.

    Wie finden Sie thematisch relevante Artikelverzeichnisse? Suchen Sie einfach nach [meinthema +artikelverzeichnis].