Break-Even-Analyse mit Microsoft Excel

Fixkosten decken und Deckungsbeitrag erzielen

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Stand: 21. September 2017

Mithilfe des Break-Even-Points klären Sie, welche Stückzahl Sie von einem Produkt herstellen und verkaufen müssen, um in die Gewinnzone zu gelangen. Das hört sich kompliziert an. Das Problem ist jedoch nicht die eigentliche Berechnung, sondern vielmehr die geeignete Aufbereitung des Zahlenmaterials. Mit unserem Excel-Tool BEP.xlsx erhalten Sie das Ergebnis jedoch im Handumdrehen.

1. Darum geht’s: Fixkosten, variable Kosten und Deckungsbeitrag

Stellen Sie sich vor, Sie betreiben eine Schreinerei und stellen ausschließlich Stühle her, die für 120 € pro Stück verkauft werden. Ihre jährlichen Fixkosten belaufen sich auf 140.000 €. Die variablen Kosten liegen bei 50 €. In diesem Zusammenhang ergeben sich verschiedene Fragen, beispielsweise diese: „Wie viele Stühle muss ich herstellen und verkaufen, damit ich einen Gewinn erziele?“ Genau hier setzt die Break-Even-Analyse an. Mit Hilfe dieses Instruments werden noch weitere Fragen beantwortet:

  • Mit welchen Absatzzahlen bewege ich mich in der Verlustzone?

  • Mit welcher Absatzmenge mache ich welchen Verlust?

  • Mit welcher Absatzmenge erziele ich weder einen Gewinn noch einen Verlust?

  • Mit welchen Absatzmengen kann ich meinen Gewinn steigern?

  • Mit welcher Absatzmenge erwirtschafte ich welchen Gewinn?

2. Definitionen: Fixkosten, variablen Kosten und Deckungsbeitrag

Im Rahmen der Break-Even-Analyse spielen fixe, variable Kosten sowie der Deckungsbeitrag eine entscheidende Rolle. Bevor es an die Berechnungen geht, zunächst eine kurze Erklärung der Begriffe.

2.1 Kostenbestandteile

Beginnen wir mit den Kostenpositionen. Fixkosten sind Kosten, die unabhängig von einer Produktionsmenge anfallen. Hierzu einige Beispiele: Gehälter für Büroangestellte und Mieten für die Tischlerwerkstatt sind typische Fixkosten. Variable Kosten sind von der Menge abhängig. Dazu gehören u. a. Materialkosten oder Fertigungslöhne.

Bleiben wir bei unserem Beispiel, der Produktion von Stühlen: Das Holz, also das Material, aus denen die Stühle hergestellt werden, wird den variablen Kosten zugeordnet. Desto mehr Stühle Sie herstellen, desto mehr Holz benötigen Sie. Die Kosten für die Büroräume, Versicherung, Gehalt der Sekretärin etc. sind Fixkosten und bleiben gleich hoch, egal wie viele Stühle produziert werden. Selbst wenn im Extremfall nicht ein einziger Stuhl hergestellt wird, fallen die Fixkosten an.

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