Wann Sie einen Auftrag besser nicht annehmen

Aufträge, die man später bereut

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Stand: 1. Februar 2012 (aktualisiert)

Sie arbeiten an einem Projekt. Und mittendrin stellt der Auftraggeber fest, dass in der Ausschreibung noch ein wichtiger Posten vergessen wurde. Ob Sie das nicht gleich noch mitmachen könnten. Das klingt verlockend; ein paar schnell verdiente Euro mehr. Doch Achtung! Schnellschüsse, die auf den ersten Blick charmant und naheliegend erscheinen, sind stets eine nüchterne und kritische Betrachtung wert. Lorenz Hölscher weiß, warum.

Es ist schön, wenn Sie als Selbstständiger gefragt werden, ob Sie jenes Projekt auch noch übernehmen wollen. Schließlich unterstellt Ihr Auftraggeber Ihnen offenbar derart umfassende Kompetenz, dass Sie auch der neuen Herausforderung gewachsen sind. Aber ist es wirklich gut, einen solchen Zusatzauftrag anzunehmen?

Ein Beispiel von vielen: Sie erstellen für einen Kunden gerade eine umfangreiche zentrale Datenbank. Dabei fällt auf, dass die Außendienst-Mitarbeiter ja auch noch Zugriff auf die Daten haben sollen. Der einzig sinnvolle Ansatz ist ein Web-Interface und weil Sie ja sowieso schon im Thema sind, fragt er Sie, ob Sie das noch mit anbieten können.

Soll ich, soll ich nicht? - Ihre Antwort auf diese Frage sollte nicht allein intuitiv erfolgen, sondern auf Basis schlagender Kriterien:

Zeit

Ein größeres Projekt erledigt man nicht mal so eben nebenbei. Gerade Selbstständige arbeiten oft alleine an Aufträgen und regelmäßig an Ihren Kapazitätsgrenzen. Ist der Auftrag endlich erteilt, sollte er auch schnellstmöglich erledigt werden.

Während Firmen im Zuge von Entscheidungsprozessen gerne unendlich viel Zeit verbraten, müssen Sie das später wieder aufholen, weil sich der Fertigstellungstermin natürlich nicht verschoben hat. Daraus folgt die erste Spaßbremse: Haben Sie eigentlich Zeit dafür?

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