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Webdesigner finden: So finden Sie den passenden Partner für Ihren Webauftritt

Wie Sie sich optimal vorbereiten, um Geld, Zeit und Nerven zu sparen

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Stand: 8. März 2012 (aktualisiert)

Stimmt das Gesamtpaket?

Ist das Angebot realistisch?

Neben den o. g. Fragen, die darauf abzielen, den richtigen Dienstleister zu finden, gibt es weitere Punkte, die ausschlaggebend sind für die Erstellung eines realistischen Angebotes: Idealerweise erörtern Sie diese Fragen in Zusammenarbeit mit dem Dienstleister und beziehen sein Fachwissen und seine Praxiserfahrungen mit ein.

  • Existiert bereits ein Internetauftritt bzw. ein Online-Shop? Wenn ja, ist das vorhandene System zeitgemäß? Kann darauf aufgebaut werden oder ist es sinnvoller, das Projekt neu zu erstellen auf Basis einer anderen Technologie? Welche vorhandenen Funktionen und Daten sollen übernommen werden? Und wie kann die Integration dieser Daten in das neue System erfolgen?

  • Sollen Inhalte (ganz oder teilweise) von Ihnen selbst gepflegt werden? Dann ist der Einsatz eines Content-Management-Systems sinnvoll. Personen, die mit dem Umgang eines Computers vertraut sind und z. B. sicher mit Textverarbeitungsprogrammen umgehen können, sind nach einer halbtägigen Schulung in der Lage, Inhalte zu ändern, zu erweitern, die Navigation anzupassen etc. Diese direkte Umsetzung erspart Ihnen Zeit und Geld.

  • Existiert bereits ein Hostingvertrag? Wenn ja, ist zu klären, ob die technischen Voraussetzungen erfüllt sind, um das gewählte System (z. B. das Content-Management-System, den Online-Shop etc.) optimal zu nutzen. Hier ist es unbedingt ratsam, diese Frage mit dem Dienstleister zu klären.

Wenn Sie anhand dieser Fragen einige potentielle Partner ausgewählt und die Eckdaten zum Projektumfang festgelegt haben, sollten Sie nun die Angebote anfordern.

Achten Sie darauf, welche Positionen im Preis enthalten sind. Nur so können Sie die verschiedenen Angebote effektiv vergleichen:

  • Beratung und Konzeption

  • Layoutgestaltung (üblich sind ein bis drei grafische Entwürfe, wobei der von Ihnen favorisierte Entwurf nach Absprache entsprechend verfeinert wird)

  • Umsetzung des Layouts in HTML und CSS

  • Umsetzung von Struktur und Navigationsdesign

  • Erstellen der Inhaltsseiten und Funktionalitäten

  • Einpflegen der Inhalte in die Website und der Produkte in den Online-Shop

  • Beratung über weitere Maßnahmen (z. B. Suchmaschinenoptimierung und -marketing)

  • Webhosting, administrative Betreuung

Fragen Sie den Dienstleister, wie viele Korrekturen im Preis enthalten sind. Üblich sind ein bis zwei nachträgliche Änderungen pro Seite nach dem Einpflegen der Inhalte. Eine klare Absprache erspart unnötigen Ärger und Zusatzkosten und animiert Sie dazu, die Inhalte gut vorzubereiten und diese vor der Weitergabe an den Dienstleister von allen involvierten Personen Ihres Unternehmens bearbeiten und freigeben zu lassen.

Angebote vergleichen

Prüfen Sie die einzelnen Angebote auf Vollständigkeit und fragen Sie detailliert nach, wenn Ihnen Positionen oder Formulierungen unklar sind. Neben dem Preis sollten Sie unbedingt die zuvor ermittelten Details in die Entscheidung einbeziehen!

Beurteilen Sie den Dienstleister nach seinem Fachwissen, achten Sie jedoch auch auf die zwischenmenschliche Beziehung bzw. Ihr Bauchgefühl. Erfahrungsgemäß ist dies ein wichtiger Punkt, der den Verlauf eines Projekts stark beeinflussen kann.

Existenzgründer und Kleinunternehmer: Fragen Sie nach, ob die Zahlung in monatlichen Raten möglich ist. Einige Anbieter bieten diesen Service ohne Berechnung von Zinsen an. Die monatlichen Teilbeträge sind vor allem für kleine und junge Unternehmen einfacher zu realisieren und ermöglichen bereits das Generieren von Umsatz, während die Kosten noch abgetragen werden.

Auftragsvergabe

Nachdem Sie sich für eines der Angebote entschieden haben, empfiehlt es sich, klare Zielvereinbarungen und weitere Absprachen in einer Auftragsbestätigung schriftlich zu fixieren. Wichtige Punkte sind:

  • enthaltene Leistungen (Layouterstellung, Programmierung, Suchmaschinenoptimierung, Hosting, Schulung ...),

  • detaillierte Auflistung über den Umfang der Inhalte und der umzusetzenden Funktionen (z. B. Warenkorb, Mehrsprachigkeit, Suchfunktion, Online-Formulare, Newsletter-Registrierung und -Versand ...),

  • Zahlungsmodalitäten,

  • Terminplanung.

Fazit

Bei der Suche nach einem geeigneten Webdesigner kommt es zunächst darauf an, was genau Sie eigentlich erwarten. Diese Überlegungen zeigen, welche Kompetenzen benötigt werden. Bevor Sie also Angebote einholen, müssen Sie sich darüber klar werden, was der Auftritt leisten soll.

Grundsätzlich gilt: Je spezieller Ihre Wünsche, desto höher sind die Anforderungen an den Auftragnehmer. Das wiederum heißt: Der Webdesigner von nebenan ist vielleicht nicht der richtige Partner.

Umgang mit Webdesignern: Clevere Vorbereitung spart die halbe Miete

Gute Vorbereitung ist alles! Wie Sie die Zusammenarbeit mit dem Webdesigner optimal vorbereiten und durchorganisieren, steht im Beitrag: "'Mein Webdesigner und ich': Was Auftraggeber für eine reibungslose, kostensparende Zusammenarbeit tun können".

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Hallo,

Ich sehe das nicht so, dass die IHK als erster Ansprechpartner genannt wird. Rein optisch ist sie im untersten Drittel gelistet. Inhaltlich wird z.B. darauf hingewiesen, dass Freiberufler dort nicht gelistet sind und zudem wird die IHK nur als eine von vielen Möglichkeiten genannt. Das Argument kann ich deshalb nicht nachvollziehen.

Mit freundlichen Grüßen,
Dagmar Betz

Ich finde es unpassend dass ausgerechnet die IHK als erster Ansprechpartner für Dienstleistungen angegeben wird. Dienstleister sind häufig freiberuflich tätig, somit keine zahlenden IHK Mitglieder und werden damit auch üblicherweise nicht von der IHK empfohlen - unabhängig von der Qualität ihrer Arbeit.

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Über den Autor:

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Dagmar Betz ist seit rund zehn Jahren als Internet-Dienstleister tätig. Seit 2005 bietet sie als Inhaberin von [netlutions.de] ihre Dienste im Bereich Webdesign, Internet-Programmierung, Suchmaschinen ...

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