Arbeitnehmer kündigen: Die rechtlichen Grundlagen im Überblick

Mit „You’re fired!“ ist eine Kündigung nicht erledigt. Ein Leitfaden mit Mustervorlagen und Textbausteinen

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Stand: 4. September 2017

Kündigung von Arbeitnehmern: das Wichtigste im Überblick

Grundsätzliches:

  • Die Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis – falls sie wirksam ist.

  • Es gibt ordentliche und außerordentliche Kündigungen.

  • Eine ordentliche Kündigung erfolgt immer mit Kündigungsfrist.

  • Eine außerordentliche Kündigung ist in vielen Fällen fristlos. Sie kann ein Arbeitsverhältnis auch dann beenden, wenn es unter normalen Umständen nicht gekündigt werden könnte. Eine außerordentliche Kündigung ist nur dann möglich, wenn die Weiterbeschäftigung unzumutbar wäre. Typische Beispiele: der Vertrauensverlust nach einem tätlichen Angriff auf den Chef, aber auch eine wirtschaftlich notwendige Betriebsstilllegung.

  • Der Arbeitnehmer kann Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht einlegen. Dafür hat er in der Regel drei Wochen Zeit ab Erhalt des Kündigungsschreibens.

  • Wenn das Arbeitsgericht die Kündigung für unwirksam erklärt, besteht das Arbeitsverhältnis weiter. Dann hat der Arbeitnehmer auch Anspruch auf Nachzahlung von Lohn oder Gehalt.

Überblick: außerordentliche Kündigung

Nur diese Form der Kündigung kann ohne Kündigungsfrist erfolgen: die umgangssprachliche fristlose Entlassung ist nur bei einer außerordentlichen Kündigung möglich.

Das ist aber nicht zwingend. Manche außerordentlichen Kündigungen erfolgen mit einer Kündigungsfrist oder einer sogenannten Auslauffrist. (Eine Auslauffrist beruht anders als die Kündigungsfrist nicht auf Vertragsbedingungen oder Gesetzen, sondern wird vom Arbeitgeber einseitig gewährt.)

Mehr zu den typischen Formen der außerordentlichen Kündigung lesen Sie weiter unten.

Die ordentliche Kündigung

Bei ordentlichen Kündigungen müssen immer Kündigungsfristen eingehalten werden.

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