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Von der PKV per Familienversicherung sicher in die GKV - auch ab 55 Jahren

Für PKV-Versicherte ab 55 Jahren einmal lebenslänglich in der PKV als Zwangscamp? Nein! Wir zeigen die Wege.

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Stand: 18. August 2019 (aktualisiert)

akademie.de zeigt Ihnen mehrere Wege, wie Sie von der PKV in die GKV kommen. Egal in welchem Alter. Dieser Praxisleitfaden erläutert, wie Sie sich zunächst über die Familienversicherung versichern. Um über diese dann sicher der GKV beizutreten.

Auch mit 55+ aus der PKV zurück in die GKV

Für Privatversicherte mit niedrigem Einkommen stellt sich die Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung (PKV) auf längere Sicht häufig als Armutsfalle heraus. In der PKV erhöhen sich mit zunehmendem Lebensalter die Versicherungsbeiträge. Dann wird die PKV für viele PKV-Versicherte zu einer erheblichen finanziellen Belastung. Hier bietet der Weg in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) die einzige wirtschaftlich sinnvolle Lösung – und dient auch als wichtige Absicherung für die eigene Altersvorsorge.

Leider wird noch immer in vielen Info- und Ratgeberartikeln in Massenmedien und im Internet verbreitet, Menschen ab 55 Jahren sei der Weg in die GKV grundsätzlich versperrt. Lassen Sie sich durch diese in den Medien und im Netz verbreitete Desinformation nicht verunsichern. Tatsächlich gibt es mehrere Wege, um auch ab 55 Jahren von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln.

Für viele PKV-Versicherte bietet die Familienversicherung einen sehr guten Weg in die eigene Mitgliedschaft in der GKV. Dieser Weg funktioniert auch für PKV-Versicherte ab 55 Jahren. In diesem Leitfaden wird konkret, Schritt für Schritt, erklärt, wie Sie in die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) kommen. Aus der Familienversicherung heraus können Sie dann eigenständiges Mitglied in der GKV werden.

Lohnt sich die Mühe? Geringere Beiträge, bessere Altersvorsorge durch den Wechsel in die GKV

Seit dem 01.01.2019 beträgt der monatliche Mindestbeitrag in der GKV für freiwillig in der GKV versicherte Mitglieder nur noch etwa 171 EUR (Stand 2019). Durch diese Halbierung des bis Ende 2018 geltenden GKV-Mindestbeitrags von etwa 342 EUR wurde für PKV-Versicherte mit niedrigem Einkommen der Wechsel in die GKV als freiwilliges Mitglied noch attraktiver. Denn wer im Monat rund 1.000 EUR Einkommen erzielt, spart ab 2019 beim Wechsel in die GKV zusätzlich etwa 2.000 EUR pro Jahr.

Viele PKV-Versicherten mit niedrigem Einkommen könnten beim Wechsel in die GKV monatlich hunderte Euro sparen. Dieser Spareffekt wird im Rentenalter noch deutlicher, weil dann meistens das Einkommen weiter sinkt und deshalb die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung niedriger ausfallen. Im Gegensatz dazu steigen für diejenigen, die in der PKV versichert bleiben, mit zunehmendem Alter die erhobenen Krankenversicherungsbeiträge weiter an – und zwar unabhängig vom tatsächlichen Einkommen.

Auf die Restlebenszeit gerechnet summieren sich die monatlichen Einsparungseffekte durch den Wechsel von der PKV in die GKV häufig auf über 100.000 EUR. Für viele ältere Menschen ist der Wechsel in die GKV die wohl intelligenteste Maßnahme, um die eigene Altersvorsorge nachhaltig zu verbessern. Dafür kann es sich auch lohnen, die eigene Lebensplanung und damit die Einkommenssituation eine Zeit lang so zu gestalten, dass Sie als PKV-Versicherter unter die niedrige Einkommensgrenze kommen, die für die Familienversicherung erforderlich ist. Dieser Zwischenstopp in der Familienversicherung erlaubt Ihnen dann in einem zweiten Schritt, sich später in der GKV selbst als Mitglied versichern zu lassen.

Wie Sie diesen Leitfaden nutzen

Mit diesem Leitfaden erhalten Sie eine ausführliche Praxis-Anleitung, wie Sie das Thema sicher umsetzen – mit ausführlichen Hinweisen zur Rechtslage, Rechenbeispielen sowie Mustertexten für Ihre Korrespondenz mit der GKV und der PKV.

Der Leitfaden im Überblick

  • Zunächst prüfen Sie im Kapitel 2 per Schnellcheck, ob bei Ihnen die Voraussetzungen für den Weg in die GKV über die Familienversicherung bereits erfüllt sind oder dahingehend gestaltet werden können.

  • Im Kapitel 3 erhalten Sie einen Überblick, wie Ihr Einkommen bei der GKV ermittelt wird. So können Sie selbst vorher ermitteln, ob Sie die Einkommensgrenzen der Familienversicherung bereits einhalten. Und Sie erfahren hier, wie Sie die Erträge aus verschiedenen Einkommensarten mit jeweiligen Verlusten anderer Einkommensarten verrechnen. Ebenfalls erfahren Sie, wo sich Gestaltungsspielräume ergeben, damit Sie Ihr Einkommen wohlüberlegt reduzieren können, um die Einkommensgrenze für die Familienversicherung einzuhalten.

  • Im Kapitel 4 werden die besonderen Bedingungen herausgearbeitet, über die auch Selbstständige in die Familienversicherung aufgenommen werden. Gerade hier sind Fallstricke zu vermeiden und bestehende Chancen zu erkennen.

  • Kapitel 5 erläutert die besonderen Optionen, wie in der PKV versicherte Rentner über die Familienversicherung in die GKV kommen.

  • Danach erfahren Sie in Kapitel 6, was ganz praktisch zu tun ist, um in die Familienversicherung zu kommen, um von dort aus selbst Mitglied in der GKV werden. Hier geht es auch darum, wie Sie häufig gemachte Fehler vermeiden und sich Rechtssicherheit über den neuen Versicherungsstatus verschaffen. Außerdem wird erläutert, was Sie tun müssen, damit Sie jederzeit in Ihre alte PKV-Versicherung ohne Nachteile zurückkehren können, falls im ungünstigen Fall beim Wechsel in die GKV doch mal was schiefgehen sollte.

  • Im Kapitel 7 geht es darum, was Sie bei der Kündigung der privaten Kranken- und Pflegeversicherung berücksichtigen müssen. Auch hier werden oft kostspielige Fehler gemacht.

  • Im Kapitel 8 wird erklärt, wie Sie danach die Familienversicherung wieder verlassen, um als freiwillig Versicherter oder als Pflichtversicherter Mitglied in der GKV zu werden.

  • Im Kapitel 9 wird erläutert, wie Sie vorgehen können, wenn man Ihnen die Aufnahme in die GKV verweigert oder sie sogar rückwirkend kündigt.

  • Im Kapitel 10 gibt der Autor Hinweise zur Entstehung dieses Ratgebers und welche weiteren Wege Sie einschlagen können, um auch ab 55 Jahren in die GKV zu kommen.

  • Im Anhang finden Sie alle Mustervorlagen/Musterbriefe noch mal an einer Stelle gesammelt.

Download Praxisleitfaden: Von der PKV zur GKV über die Familienversicherung – auch ab 55 (PDF/110 Seiten)

Coverbild

Mit diesem Leitfaden erhalten Sie eine ausführliche Praxis-Anleitung, wie Sie das Thema Umstieg von der privaten Krankenversicherung zur gesetzlichen Krankenversicherung über die Familienversicherung meistern. Sie erhalten ausführliche Hinweise zur Rechtslage, Rechenbeispiele für Ihre Einkommenberechung (auch für Selbstständige und Rentner), viele Tipps sowie Mustertexte für Ihre Korrespondenz mit der GKV und der PKV.

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Zurück in die GmbH als Midi-Jobber

Sehr geehrter Herr Dr. Hase, Dank Ihres damals veröffentlichten Artikels habe ich es geschafft, dass ich nach einem Unfall im Jahr 2011 seit 2014 bei meiner Frau familienversichert bin.
Seit 1980 hatte ich einen gut laufenden Handwerksbetrieb, eine GmbH in der ich als Gesellschafter-Geschäftsführer fungierte. Bedingt durch die EU-Osterweiterung fielen uns dann aber die Aufträge weg, die Preise waren im Keller. Ab 2011 hatte ich dann nur noch eine Ein-Mann-GmbH. Dann 2011 im Alter von knapp über 55 Jahren mein Betriebsunfall. Da stellte sich dann heraus, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung mit 55 endete. Sie war verknüpft mit einer Lebensversicherung, die noch lief. Heute bin ich nur noch Gesellschafter der GmbH, die Geschäftsführung haben zwei Söhne.
Ich habe seit meinem Unfall immer Schmerzen im Fußgelenk. Ich würde aber trotzdem gerne ein bisschen im Betrieb, der nun ein reiner Familienbetrieb ist, mithelfen. Meine Frage: Kann ich als Gesellschafter in Form eines Midijobs im Betrieb mitarbeiten?
Vielen Dank im Voraus.
Herzliche Grüße
Helmut M.

Ehepartner nie in D. versichert / Familienversicherung

Sehr geehrter Herr Dr. von Hase,
ich waere Ihnen sehr dankbar, eine kurze Einschaetzung von Ihnen zu bekommen. Ich selbst war jahrzehntelang im aussereuropaeischen Ausland und bin seit kurzer Zeit wieder in D. ansaessig. Ich habe vor, mich bei meiner frueheren gesetzl. Krankenkasse freiwillig zu versichern, da ich die Vorversicherungszeiten nicht erfuelle. Mein einziges Einkommen ist meine deutsche Rente von weniger als 300,- Euro monatlich. Waehrend meiner ersten Beratung bei der GK wurde mir gesagt, ich koenne mich bei meiner asiatischen Ehefrau mitversichern als Familienversicherung, da sie Kapitaleinkuenfte hat, die mein Einkommen weit uebertreffen und sie auch fuer meinen Lebensunterhalt sorgt. Inzwischen will die Krankenkasse nichts mehr davon wissen, will nur mich versichern und nicht meine Ehefrau. Meine Frau hat vorher noch nie in D. gelebt. Wir waren beide in Japan pflichtversichert, was aber mit dem Verlassen des Landes beendet ist.
Recht vielen Dank und freundliche Gruesse. Peter Ball

Selbstständiger freiwillig gesetzlich versichert

Guten Tag,
ich hätte folgende Frage zu folgender Konstellation:
Mein Mann ist seit 7 Jahren selbständig und freiwillig in der GKV. Ich bin angestellt und in der GKV. Nun läuft das Geschäft mehr schlecht als recht. Kann er sich bei Aufgabe seines Geschäfts bzw. Nachweis der geringfügigen Einnahme bei mir über die Familienversicherung mitversichern? Er wird dieses Jahr 55J. Leider finde ich keine eindeutige Aussage zu solch einer Konstellation.
Vielen Dank!
MFG
NK

Grundsätzlich ist das möglich

Guten Tag,

bitte beachten Sie, dass wir keine Rechts- bzw. Einzelfallberatung anbieten können. Deshalb nur ganz allgemein:
Wenn Sie verheiratet sind, besteht ein Anspruch auf Familienversicherung, wenn
das Einkommen unter 1/7 der mtl. Bezugsgröße liegt (für 2017: 425 € mtl.), kein ALG II bezogen
wird und Versicherungspflicht besteht.

Soweit ich das sehen kann, ist es durchaus möglich, dass diese Bedinungen in Ihrem Fall bzw. bei Ihrem Mann vorliegen. Ob es aber auch tatsächlich der Fall ist, müssten Sie mit der Krankenkasse und ggf. einem Anwalt klären. Beraten können Sie auch die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UDP) oder die Verbraucherzentralen.

Genauere Informationen finden Sie auch hier

Beste Grüße
Ihre akademie.de-Redaktion

Ihre Recherche / Schreiben von 16. Januar 2013

Sehr geehrter Herr Dr. von Hase,

ich habe sehr große Probleme mit der PKV, aber als ich Ihren Beitrag (Stand: 16. Januar 2013 (aktualisiert)) gelesen hatte schöpfte ich große Hoffnung. ----- Bei drei Rechtsabtl. der GKV [AOK, GEK, TKK]wurde ich vorstellig und alle drei erklärten mir, dass diese o.g. Aussage absolut unrichtig sei. Sollte ich 12Monate (und mehr) in der Familienversicherung verbleiben und ausscheiden weil z.B. die Bezugsgröße < die Altersrente ist, dann könnte ich nur als freiw. Mitglied in der GKV verbleiben. Sollte ich die Möglichkeit haben, eine pflichtversicherte Tätigkeit –z.B. Österreich—von mehr als 30 Monaten auszuüben, so bliebe in diesem Falle nur die freiw. Versicherung [§ 9 Abs. 1 Satz 1].
Auch die theoretische Zeit von 30 Monaten und länger in der Familienversicherung ändere nichts an der bestehenden Rechtslage.
Meine jetzige Rente beträgt 411,10EUR, BZ-größe 2016 = 415,--€ u. 2017 425,--€.
Entweder Familienversicherung und dann freiw. Versicherung oder von Anfang an in der freiw. Versicherung –wenn Formalien [§ 9 Abs. 1 Satz 1] stimmen – aber kein pflichtversichertes Mitglied (KVdR) in der GKV. Mit frdl. Gruß,, Dr. O.

Ich bin selbst seit 25 Jahren

Ich bin selbst seit 25 Jahren in der Versicherungsbranche tätig. Die meiste Zeit davon als Versicherungsmakler.

Obwohl ich selbst privat krankenversichert bin, habe ich dieses System im Verkauf immer mit einer gewissen Zurückhaltung (eher nur auf Nachfrage) angeboten.

Wer sich für die Private entscheidet, sollte sich über folgendes im Klaren sein.

1. Die PKV muss man sich "dauerhaft" leisten können. Also auch die höheren Beiträge im Alter.

2. Die Einsparungen die man in jungen Jahren hat, sollte man (zumind. teilweise) zur Beitragsreduktion im Alter zurücklegen. Am besten so flexibel, dass man diese bei finanziellen Engpässen nicht vollständig känzeln (stornieren) muss.

Wer sich selbständig macht, sollte sich nicht durch irgendwelche "Vertriebler" zum Abschluß drängen lassen. Man verpasst nichts, nur weil man sich die Sache gut überlegen will.
Wenn einem die PKV als alternativlos angeboten wird, sollte man die Seriösität der Beratung eventuell in Frage stellen.

Claus Schmidt

Familienversicherung/freiwillig versicherung

hallo
ich war jahrelang AN bis ich mich selbständig machte, Ca 15 Jahre. Vor 2 Jahren habe ich mein Gewerbe abgemeldet wegen keine Arbeit und Krankheit und habe mich bei meiner Frau Familienversichert. Da ich nun ab Juli gesetzl. Rente bekomme sprich 630,-€ Brutto, soll ich nun freiwillig GKV versichert sein und die gehen nunmehr von einer bemessungsgrundlage von 968,33€ aus. Ich habe keine Arbeit kein Gewerbe keine Selbständigkeit und dennoch soll ich soviel KV Beiträge zahlen. Ist das rechtens richtig?

für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

mit freundlichen Grüßen
bb

Hallo, dies ist korrekt. Die

Hallo,

dies ist korrekt. Die Mindestbeitragsbemessungsgrenze für freiwillig Versicherte ist im Jahr 2016 968,33 €. Aus dieser Grundlage werden die Beiträge berechnet, auch wenn sie nicht erreicht wird.
Für das Jahr 2017 wird es eine Anpassung dieses Betrags geben. Ihre Krankenkasse wird sie hierüber aber auch informieren.

Beste Grüße, ein Krankenkassenmitarbeiter.

Altersarmut durch vorherige Ehe mit einer Beamtin

In meiner Ehe haben wir die Rollen getauscht, bedeutet... ich war Hausmann, habe mich um die Kinder und alles andere gekümmert. Meine Frau war/ist Beamtin und ich war bei ihr mitversichert. Nach der Scheidung musste ich erfahren, dass ich nie wieder aus der PKV raus komme, auch weil ich über 55 war. Da ich auch 10 Jahre aus meinem Beruf raus war und mit 61 meine beruflichen Perspektiven gleich Null sind, beziehe also HartzIV. Die PKV hat mich dann in den Basistarif versetzt, die Kosten von 350 Euro zahlt das Jobcenter. Der Basistarif ist in einigen Bereichen sogar schlechter als in der GKV! Auch der behandelte Arzt bekommt weniger erstattet von der GKV.

Wenn ich in Rente gehe, muss ich meinen Beitrag für die PKV selbst zahlen, ansich 650 Euro.
Da ich aber nur eine Rente von ca. 1000 Euro bekomme, kann ich die Summe nicht aufbringen bei 400 Euro Miete plus 100 Euro Nebenkosten. Also wird es wieder einen Zuschuss geben, so dass ich wieder bei ca. 350 Euro für die PKV lande. Selbst der ist von mir nicht zu leisten. Also lande ich wieder im Sozialhilfebereich. In der GKV würde ich ca. 80 Euro Beitrag zahlen, was auch völlig OK wäre.

Ansich ist es ja sehr bedenklich, dass auch der Staat, nach einer Scheidung, in so einem Fall finanziell einspringen muss, anstatt einem Menschen, der im Grunde zwangsversichert bei der PKV durch die Ehefrau war, wieder in die GKV zu lassen.

Ich kann nur jedem dringend empfehlen, sich vor einer Ehe mit einem Beamten, zu informieren, was passiert wenn....!!

Nein der Staat zahlt lieber

Nein der Staat zahlt lieber den 5 oder 6fachen Betrag an "Sozialhilfe" anstatt diese Versicherten wieder in die GKV aufzunehmen. Das geht auf Kosten der Allgemeinheit.
Eine totale Milchmädchenrechnung.
Ich bin in der gleichen Situation als Frau und ärgere mich auch darüber. Ich bin ebenfalls durch Eheschließung in die PKV gezwungen worden. Vorher war ich aber 25 Jahre gesetzlich versichert. Zählt aber nicht.
Offensichtlich sind wir keine Einzelfälle.
Es ist ganz klar ein Missstand, der schnellstens einer Gesetzesänderung bedarf.
Wäre schön, wenn das mal jemand in die Hand nehmen würde. Wo sind hier die Medien?

Aktualität des Artikels?

Aufgrund des "Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung" aus 2013 scheint mir der Artikal überarbeitungswürdig (§ 188 Abs. 4 SGB V: neue obligatorische Anschlussversicherung, dadurch sollte kein Bedarf mehr bestehen 12 Monate in der Familienversicherung zu bleiben bevor eine Anschlussversicherung möglich ist).

Ist eine Überarbeitung geplant?

Achtung: ich bin Laie und selbst auf der Suche nach verlässlichen Informationen.

Wechsel von PKV zur GKV

Hallo,
ich bin seit 1990 selbständig und privatversichert. Ich gehöre zu den Selbständigen, die sich immer so gerade über Wasser gehalten haben, für die es immer gerade so gereicht hat.
Meine Frau verdiente gut als Krankenschwester (sofern eine Krankenschwester als "gut verdienend" bezeichnet werden kann). Nach Schließung des Krankenhauses war sie arbeitslos und arbeitet jetzt als Krankenschwester in einem Pflegeheim. Ihr Verdienst ist jetzt deutlich niedriger als das Arbeitslosengeld vorher. Da ich durch die Insolvenz meines Hauptgeschäftspartners größere Rechnungen abschreiben musste, blieb uns nur noch der Gang zum Insolvenzgericht.
Ergebnis:
Haus weg- verkraftbar
Private Altersvorsorge weg- schmerzlich, aber nicht zu ändern
Leider hat man uns nicht alles genommen.
Geblieben ist meine PKV. Als vom Lebensminimum lebend, bezahle ich beim Arztbesuch nicht nur rund 44% mehr für die gleiche Leistung als der GK-Versicherte, sondern ich muss auch ungefragt evtl. unnütze Diagnosemethoden und Behandlungen über mich ergehen lassen. Bringt dem Arzt Geld, das er so bei der GKV nicht abrechnen kann, bei mir kostet das noch mal zusätzlich. Außerdem sind die ersten 1260 € jedes Jahr vom mir selbst zu leisten. So etwas nennt sich dann Selbstbehalt. Ein Krankentagegeld (eine Art Lohnfortzahlung) habe ich längst abgewählt, da viel zu teuer.
Mit 65, wenn sich die meisten Arbeitnehmer im wohlverdienten Ruhestand sich befinden, werde ich aus der Insolvenz raus sein. Dann fange ich noch mal von vorne an. Mit einer PKV, deren Beiträge jährlich um 20% steigen und in Kürze meinen gesetzlichen Rentenanspruch überschreiten werden. Ich schreibe das so ausführlich, da es offensichtlich Leser gibt, die glauben, PK-Versicherte seien Schmarotzer, wenn sie in die GKV zurück wollen. Ohne PKV wären die GKV-Beiträge deutlich höher.

PKV

Hallo ,
der Bericht von Ihnen ist mir wie auf den Leib geschrieben .Seit 1993 bin ich selbständig und habe mich vom damaligen Steuerberater überreden lassen , in die PKV zu wechseln .Unwissend , wie man damals war , habe ich seinen Rat befolgt .Nach zwei Jahren habe ich den Versuch gestartet , da wieder heraus zu kommen .Von der AOK habe ich am Telefon die Antwort bekommen ,wenn das jeder machen würde .Nach nochmaligen Versuchen habe ich mich richtig depremiert gefühlt und es aufgegeben . Als das Gesetz kam , bis 55 kann man wechseln ,wurde mir gesagt ,das geht nur , wenn man nicht länger als fünf Jahre selbständig ist .Von meiner PKV habe ich zur Antwort bekommen , das ich zum Sozialamt gehen soll , dann kostet der Beitrag nur noch die Hälfte . Das war die nächste Klatsche.Nun bekomme ich ab 01.06.2017 eine Gesetzliche Rente von 485,00€, in der 33,00€ Krankenkassenzuschuss beinhaltet sind .
Für die AOK ,als Familienversicherter ,bin ich zu alt .Also keine Hoffnung.
Die PKV legt von dem eingezahlten Beitrag monatlich etwas ,mit Verzinsung,zurück , das einem im Alter zu Gute kommen soll .
Obwohl ich noch arbeiten muß , um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten , will die PKV einen Beitrag von 702,00€ .
Jeder , der einen kleinen Laden hat weiß, das man nur dafür arbeitet ,um die ganzen Nebenkosten zu zahlen ,da fast nichts übrig bleibt .
Wäre nett ,wenn einer eine Antwort darauf hätte ,da die Gesetze nicht für den Mittelstand ,sondern dagegen handeln .Ich hätte Politiker werden sollen , dann brauchte ich nichts zu bezahlen .
Vielen Dank ,das Sie sich die Zeit genommen haben , um den Text zu lesen !

Beitragsminderung via Tarifoptimierung

Hallo Gast,
ich bin Versicherungsmakler. Den meisten meiner zu teuer PKVersicherten konnte ich mit einem Tarifwechsel innerhalb des PKV-Unternehmens helfen. Auch, wenn sie vorher schon bei ihrer Versicherung angefragt hatten. Da hat man ihnen meistens nicht alle Wechselmöglichkeiten angeboten. Meist gibt es aber noch weitere (alte, nicht mehr verkaufsoffene) Tarife mit niedrigeren Beiträgen und manchmal auch besseren Leistungen. Hierbei ist nicht eine Erhöhung des Selbstbehalts gemeint. Ich helfe gerne weiter.

Mit freundlichen Grüßen
Dipl.-Kaufmann Horst Kottenhagen
info@kostensenken.net

Wechsel Ablehnung

Genau an dieser Stelle stehen wir heute auch . Keine Behandlungskosten Übernahme ohne Abzüge.
Beiträge werden immer höher ,obwohl nur der Mindestlohn verdient wird.
Vorher wollte keine einen Wechsel und nun geht es per Gesetz nicht .Sie würden ja alle aber nun dürfen sie nicht mehr, weil vorher hätte er ja von vielem Guten nur profitiert ,als Basis v´Versicherter !!!
Unsere Gesetze für unsere eigenen Bürger.

PKV wechsel in GKV

Muß ich dir Recht geben. Ohne die privat Patienten würde so mancher Gesetzliche weniger Leistung bekommen
Hab heute auch meinen neuen Bescheid bekommen. Ab April muß ich monatlich 93,00 Euro mehr zahlen. Meine PKV ist dann teurer als was ich an Rente bekomme. 30 JAhre selbst. und nichts geblieben außer Frust. Das bischern was man fürs Alter angespart hatte wurde vom Fiskus konfisziert.

mit 61 zurück in die GKV

Also ich habe das letztes Jahr gemacht und es hat einwandfrei funktioniert. Zuerst war ich einen Monat ohne Beschäftigung (unbezahlter Urlaub). Dadurch wurde ich in der SV abgemeldet und trat bei meiner Frau (ist gesetzlich versichert) in die Familienversicherung ein. Dort war ich eine Woche und dann endete mein unbezahlter Urlaub und ich wurde in der Anschlussversicherung in die gleiche GKV übernommen wie meine Frau.
Die PKV wollte das zuerst auch nicht akzeptieren, die Aufnahmebestätigung der GKV (bei mir Siemens BKK) genügte dann aber für die außerordentliche Kündigung.
Sie sollten das ganze nur vorher mit der aufnehmenden GKV durchsprechen und sie müssen sich im klaren sein, dass sie alle Altersrücklagen der PKV dieser "schenken".

mit 62 Zurück in die GKV

Das hört sich alles sehr gut an, ich werde mich mal bei der GKV erkundigen. Falls ich hier Probleme bekomme würde ich sie gerne kontaktieren. Meine Telefonnummer 05223 / 86661
Mail Arend.Klostermeier@web.de
Ich würde mich freuen wenn Sie mir Ihre Kontaktdaten nennen zwecks Erfahrungsaustausch.

Ihre Mail zum Wechsel PKV iin GKV - auch nach Alter 55

Sehr geehrter Unbekannter,

ihr Artikel war sehr interessant. Bei mir stellt sich die Situation geringfügig anders dar Ich war auch lange Jahre privat versichert - verbunden mit erheblichen Schwierigkeiten : Meine Ehefrau ist freiwillig GKV-versichert (KKH) Geschäftsführer der GmbH r mit sehr geringem Einkommen . Laut diversen Anfragen bei Ersatzkassen wurde mir mitgeteilz , dass ich auch nicht mehr in die GKV zurückkönnte. Viellicht könnten Sie mir detilliert schildern ob ihr weg letzendlich einfach war und als Päzedenzfall als allgemein anerkannt gelten kann .
Sie erreichen mich entwender unter 06331-44256 oder per Mail unter b.bolies@vbf-bolies.de

"alle Altersrücklagen"......

Ich würde bei Pflichtversicherung die Altersrücklagen in Zusatversicherungen (Zahn,Stationär,amb. Ergänzung, Heilpraktiker
etc.)umstellen. Muß allerdings zeitgleich mit außerordentlicher
Kündigung beantragt werden!
MfG.
W.Strassnig

Was bei Befreiung von der Krankenversicherungspflicht

Was passiert, wenn ich vor Jahren einen Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht unterschrieben habe, da das Einkommen unter der Bemessungsgrundlage lag?

So ein Fall ist in den Beispielen nicht aufgeführt.

Hat darauf jemand eine Antwort?

zu: Was bei Befreiung von der Krankenversicherungspflicht

Das Bundessozialgericht hat mit seiner Entscheidung B 12 KR 9/09 R am 25.05.2011 entschieden, dass der Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht nur für das jeweils zugrunde liegende Beschäftigungsverhältnis gilt. Mit Beendigung der Anstellung erledigt sich daher auch die Rechtsbindung der beantragten Befreiung gemäß § 8 Abs. 2 SGB V.

Zurück in die GKV über 55, Anwalt Kommentar keine Chance

War bei einem Anwalt für Sozialrecht und habe mich beraten lassen.
Das Ergebnis war negativ, keine Chance zurück in die GKV.

Ich bin Angestellter bei meiner Frau und seit 1993 PKV versichert.
Meine Entscheidung war damals weniger der niedrige Beitrag, sondern die horrenden Angebote meines Zahnspezialisten.

2004 Geschäftseinbruch, kurze Zeit Arbeitslos gemeldet.
Bei der AOK die Versicherungsbefreiung unterschrieben, da damals schon unter der Bemessungsgrenze angelangt.

Kurz vor meinem 55. Geburtstag beim Steuerberater angefragt wegen der Versicherungsbefreiung Kommentar Steuerberater: da kommen Sie nicht mehr raus (Irrtum wie ich jetzt weiß. Da muss ein neuer Tatbestand her, die Arbeitslosigkeit, dann werden die Karten neu gemischt)
Offensichtlich sollte man unterscheiden zwischen Steuerberater und Buchhalter. Bekannte die privat versichert sind habe ich angefragt wie sie mit der PKV im Alter klar kommen. Ein Bekannter vor 2009 in den Basistarif bei der DKV gegangen bezahlt weit weniger Versicherungsprämie 64 Jahre ca. 270,00 € wie geht das?

Ok dachte ich, dann bleibe ich in der PKV. Kaum war das 55. Jahr erreicht kam auch schon eine ordentliche "Beitragsanpassung" von ca. 30 %. Das hat mir etliche schlaflose Nächte bereitet.

Nun habe ich wieder eine Prämienerhöhung von ca. 50,00 € an der Backe.
Seit dem 55. Lebensjahr ist der Beitrag um 1/3 gestiegen.

Solche Praktiken der Versicherungen können auch Krank machen.
Ich habe den Eindruck die wollen ihre Kunden gleich schlachten bevor sie gemelkt werden sollen.

Wie raus aus dem Dilemma?
Über die Familienversicherung meiner Frau wäre eine Möglichkeit vorläufig in die GKV zu kommen.
Kleines Einkommen 350,00 €/ Monat für über ein Jahr ist möglich.
Was ist dann mit der vermieteten gemeinsamen 1/2 Häuschen?
Kann ich mich im Grundbuch unsichtbar machen?

Laut meinen Erkundungen fällt man automatisch in die PKV zurück, wenn das Einkommen wieder steigt.

Im Standardtarif schreibt der Gesetzgeber den max. Beitrag der GKV von derzeit 630,00 € vor.
Das ist im Alter ein horrender Beitrag.
Ich habe keinen Beamtenstatus und werde von hinten versorgt.

Für mich sehe ich auf dieser Plattform Akademie keine richtige Lösung.

Habt Ihr eine Idee?

Mit besten Grüßen

Dieter

Artikel-Informationsfehler bei Renteneintritt/-antrag

Der Beitrag behandelt aber nicht die Auswirkung auf die Rente.
Bei Rentenantragstellung fragt der Rententräger nach den vorherigen Krankenkassen. Hier geht es um den Zuschuss zur PKV oder den Eintritt in die PKV der Rentner.
Ich bin 59 J. jetzt ein Jahr nach o.g. Artikel Familienversichert, nach langjähriger PKV. Habe jetzt wegen schwerer Krankheit die Rente beantragt. Kann ich dann auch bis zum tatsächlichen Renteneintritt (nach dann insgesamt 30Monaten PKV/Familienversicherung, weil sich Gutachten, Ablehnung des Antrags, Wiederaufnahme etc. so lange hinziehen kann)sicher in die PKV der Rentner??? Oder muss ich dann wieder in die Private KV zurück (die mich dann nicht mehr nimmt), oder beim Ruhen lassen der PKV mit zusätzlich nur ca.7% Zuschuss des Rententrägers zu den Kosten der PKV.
GIBT ES DA EINE ANTWORT?

Übergreifende Beratung nötig

Guten Tag,

vorweg und nur zur Vermeidung von Missverständnissen: Es gibt keine "PKV der Rentner" - auch gibt es in der PKV keine Familienversicherung.

Zu den Voraussetzungen in der gesetzlichen KVdR informiert der Beitrag "Als Rentner in die gesetzliche Krankenversicherung: Voraussetzungen für den Anspruch auf Pflichtversicherung" von Rentenberater Alfred Würstle (von ihm habe ich auch die Informationen zur Ihrer Frage).

Wenn Sie die Voraussetzung für die KVdR nicht erfüllen, dann kommt es darauf an, ob evtl. der Ehegatte in der
Gesetzlichen versichert ist - wenn ja, besteht unter Umständen die
Möglichkeit, dort familienversichert zu sein (hängt vom Einkommen ab, außerdem fällt bei Rentenzahlung über einem bestimmten Betrag, die kostenlose Familienversicherung in der Gesetzlichen weg).

Vermutlich war oder wird dies bei Ihnen der Fall sein?

Der Gesetzgeber hat auch für langjährige privat Versicherte eine Hürde "eingebaut" (§ 6 Abs. 3a SGB V):

"Personen, die nach Vollendung des 55. Lebensjahres versicherungspflichtig werden, sind versicherungsfrei, wenn sie in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert waren. Weitere Voraussetzung ist, dass diese Personen mindestens die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei, von der Versicherungspflicht befreit oder nach § 5 Abs. 5 nicht versicherungspflichtig waren. Der Voraussetzung nach Satz 2 stehen die Ehe oder die Lebenspartnerschaft mit einer in Satz 2 genannten Person gleich. Satz 1 gilt nicht für Personen, die nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 versicherungspflichtig sind."

In diesem Fall müssten Sie die PKV-Beiträge weiter in voller Höhe bezahlen und den Zuschuss in der gesetzlichen RV zu beantragen.
So wie wir Ihre Schilderung verstanden haben, befürchten Sie,
im Zweifelsfalle auch nicht mehr in die PKV zu können. Wurde die die PKV denn gekündigt oder eine Anwartschaftsversicherung abgeschlossen? Wenn keine Anwartschaft abgeschlossen wurde, dann gilt es im Zweifel, in der PKV den Mindest- oder Nottarif zu wählen. Dieser entspricht in etwa den Leistungen der gesetzlichen KV - ist aber auch nicht wirklich billig zu haben.

Da diese Problematik existentiell sein kann, wäre eine
konkrete Einzelfallprüfung und fachkundige Beratung anzuraten. Leider bieten die Sozialversicherungsträger in solchen Fällen keine kostenlose Beratung an, weil diese Problematik ja übergreifender Natur ist (Rente, privat und gesetzliche Krankenversicherung etc.) darstellt und die Rentenversicherung nicht zur Krankenversicherung berät und die Krankenversicherung nicht zur Rentenversicherung. Einen Versuch wäre es jedoch wert. Ansonsten bliebe nur noch die professionelle sprich kostenpflichtige Beratung bei einem Rentenberater oder Rechtsanwalt.

Beste Grüße
Ihre akademie.de-Redaktion

Keine Versicherung

Die Optionen bei nicht vorhandenem Versicherungsschutz und vorheriger privater Krankenversicherung sind überschaubar, aber vorhanden http://www.schnittker-versicherungsmakler.de/privat/private-krankenversi...

Nicht destso trotz ist es sehr oft ein teures Unterfangen

Was und wer ist hier asozial??

Die bösen Selbstständigen die erst Beiträge sparen und im Alter in die GKV zurück wollen?
Wie schon gesagt wurde, viele Selbstständige können sich die GKV gar nicht leisten - nicht nur in den Anfangsjahren!

Denn nicht alle Selbstständigen haben hohe Einkommen. Was würde man wohl machen ohne die selbstständige Kranken- oder Altenpflegerin? Die selbstständige Hauswirtschafterin ? Den Hausmeisterservice?

Für manche ist die Selbstständigkeit der einzige Weg aus der Arbeitslosigkeit.

Ich habe die ersten 20 von 40 Berufsjahren in die GKV eingezahlt , und sie praktisch nie in Anspruch genommen !!!Dann habe ich mich selbstständig gemacht ( teils 70 Wochenstunden gearbeitet) und bin in die PKV gewechselt - konnte bereits nach wenigen Jahren schon nicht mehr zurück.

Frauen die aufgrund eines gut oder sehr gut verdienenden Ehemanns nie arbeiten müssen ( was in meienr Generation noch meist der Fall war) sind doch auch lebenslang in der Familienversicherung ohne jemals einen Cent Beitrag zu zahlen!

Und was ist mit den (nicht nur)über 55-jährigen Zuwanderern, die schließlich auch komplett über die Solidargemeinschaft finanziert werden !

Nach 40 Jahren harter Arbeit (als PKV Versicherte hatte ich nicht mal Mutterschutz sondern mußte 5 Tage nach der Entbindung wieder voll arbeiten) und 20 Jahren voller GKV Beiträge - nur dummerweise in der 1.Hälfte meines Berufslebens - soll ich zum Sozialamt ??

Nein, da bin ich lieber gar nicht versichert - und sterbe ein paar Jahre früher.

Die 55er Regelung ist asozial und diskriminierend und meiner Meinung nach mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.

Zumindest sollte in individuellen Prüfverfahren Einzelfallentscheidungen getroffen werden können, denn viele geraten völlig unverschuldet im Alter in Armut

Berufsunfähigkeit mit kleiner Rente, Offenbarungseid von Schuldnern, u.a.

Asozial ist vielmehr , wenn jemand mit einem Einkommen von 150 000 Euro die Ehefrau lebenslang beitragsfrei mitversichern kann.

Und auch hier werden Menschen die arbeiten gegenüber solchen, die vielleicht 20 Jahre und mehr bewußt und vorsätzlich von Sozialleistungen leben, benachteiligt - wie so oft in unserem Land.

Maria

PKV-GKV

Danke Maria!
Mir ergeht/erging es genauso.
Seit 4 Jahren hat sich der PKV Beitrag um 40% erhöht. Die gestiegene Rentenerhöhung ist komplett aufgebraucht und sogar um 20 % überschritten.
Jetzt wird ein Beitrag von 530.- € ab 01.01.2017, bei 4600.- € Selbsbehalt verlangt.
Ohne Selbstbehalt müssten 750.-€ bezahlt werden. Alsbald muss ich dann zum Sozialamt.
Eigentlich sollten wir eine Community gründen und den Oberen den Marsch blasen.
LG
Günter

Lindenlaufg@aol.com

Ihr Kommentar

Einfach Klasse.
Genauso sieht es aus. Man kann sich die PKV gar nicht mehr leisten.Und es ist programmiert, wenn man nicht wechseln darf, dass man in die Altersarmut fällt.

Wollten jetzt schon wechseln, weil der Umsatz in keinster Weise mehr stimmt. Aber nein, es besteht keine Möglichkeit.Obwohl der Verdienst so wenig ist, dass man locker in die GKV könnte. Vielleicht ändert sich ja doch schnellstens was in der Politik.Dass sie sehen, was sie mit den Kleinunternehmern machen.
Habe große Hoffnung.

Fragen zum Antrag in die Familienversicherung

Vielen Dank für diesen tollen Beitrag, den ich total spannend finde und aufmerksam studiert habe. Ein paar Fragen hätte ich noch dazu.
Mein Mann, Gesellschafter und Geschäftsführer einer GmbH (mit mir noch 3 VollzeitAngestellte Familienangehörige), hatte im Nov. 2012 einen Unfall. Die nicht optimal ausgeführte Operation am Schienbein wurde in einer Spezialklinik erneut durchgeführt, so dass er bis heute immer noch arbeitsunfähig ist. Die PKV hat ihn ab Nov. 2013 für berufsunfähig erklärt, was bedeute, dass sie kein Krankengeld mehr zahlten. Mein Verdienst reicht nicht aus um seine Krankenversicherungsbeiträge und alle unsere Unkosten zu zahlen.

Ich bin gesetzlich versichert und würde gerne für meinen Mann eine Familienversicherung beantragen.
Bei den Voraussetzungen, wen sie nicht versichern können, gibt die GKV u. a. an:
1. Angehörige die selbst Mitglied einer Kranken- und Pflegekasse sind
2. sich von der Versicherungspflicht haben befreien lassen
3. hauptberuflich selbständig tätig sind

zu 1. mann muss doch irgendwo versichert sein. Dazu zählt doch auch die Mitgliedschaft in einer privaten KVt?
zu 2. hat man sich nicht zwangsläufig von der Gesetzlichen befreien lassen, um in die Private einzutreten?
zu 3. funktioniert das nur wenn man per notariellem Gesellschafterbeschluss als Geschäftsführer aus der Firma austritt? Ist man hauptberuflich selbständig, obwohl im EKSt.-Bescheid dieses Einkommen als "Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit" aufgeführt sind?
Mit freundlichen Grüßen
Roswitha

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