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Fotorecht im Alltag

Wann Sie was wo wie fotografieren dürfen (und was besser nicht)

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Stand: 12. Oktober 2006

Fotorecht

Mit Digitalkameras und Fotohandys kann man praktisch jederzeit an (fast) jedem Ort fotografieren. Auf der Photokina wurde eine Kamera vorgestellt, mit der man sogar durch die getönten Scheiben eines Fahrzeugs hindurch fotografieren kann. Aber auch wenn die technischen Grenzen fallen - die juristischen bleiben oder werden schärfer. Wir sagen Ihnen, worauf Sie als Amateur oder Semiprofi beim Fotografieren achten müssen, damit Ihre Bilder Ihnen keinen juristischen Ärger einhandeln.

Fotorecht: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht - auch beim Knipsen

Fotografieren war immer schon ein beliebtes Hobby. Dabei macht sich kaum jemand Gedanken darüber, welche juristischen Grenzen es für fotografische Abbildungen geben könnte. Bestenfalls in Museen oder Kirchen wird dem Amateur durch grimmig dreinblickende Wächter gelegentlich klar gemacht, dass die Kamera gefälligst in der Tasche zu bleiben hat. Gründe für Einschränkungen gibt es genug: Blitzlicht kann empfindliche Materialien schädigen, Fotografieren stört die Andacht in Kirchen und die religiösen Gefühle mancher Menschen. Es gibt auch wirtschaftliche Gründe: Oft besteht ein Interesse daran, wertvolle Kunstgegenstände nicht jedermann frei zugänglich zu machen, sondern deren Besichtigen von der Zahlung einer Gebühr abhängig zu machen. Neben all diesen Gesichtspunkte gibt es aber in manchen Fällen auch einfach gesetzlich festgeschriebene Einschränkungen der Fotografier-Freiheit.

Wenn man von Fotorecht spricht, werden eigentlich verschiedene Rechtsgebiete berührt:

  • das Urheberrecht des Fotografen an seiner Bild-Schöpfung,

  • und - in Zusammehang damit - mögliche Verwertungsrechte für Bildmaterial,

  • das Recht am eigenen Bild, eine Sonderform des Persönlichkeitsrechtes, und schließlich

  • gewerbliche Schutzrechte wie das Markenrecht.

Grundsätzlich hat jede Person, die ein Foto aufnimmt, das Urheberrecht am Bild. Dieses Urheberrecht wird jedoch durch das Persönlichkeitsrecht und etwaige bestehende Nutzungs- und Verwertungsrechte eingeschränkt. Auch das Markenrecht spielt in einigen Fällen eine Rolle. Das bedeutet für die fotografische Praxis: nicht jedes Foto darf einfach so weiter gegeben oder gar veröffentlicht werden. Manche Fotos dürfen Sie noch nicht einmal anfertigen.

Museen, Firmen, Kirchen, Gastronomie etc.: Fotografierverbote und -beschränkungen beachten

Sobald Sie eine öffentliche Straße verlassen und ein fremdes Grundstück oder Gebäude betreten, bestimmt allein der Hausherr, ob, was und wie lange Sie fotografieren dürfen. Auf Militärgebiet herrscht absolutes Fotografierverbot. Ähnlich streng geht es oft auf dem Betriebsgelände von Firmen zu. Auch in Kirchen, Konzertsälen und bei Events in geschlossenen Räumen gelten häufig Fotografierverbote oder zumindest gewisse Einschränkungen. Die Ausrede, man hätte das nicht gewusst, hilft im Zweifelsfall nicht weiter. Während man in Museen oder Konzerten häufig mit einer Verwarnung davon kommt, greift man an anderen Orten zu drastischen Maßnahmen.

Bei militärischen Anlagen riskiert man die sofortige Verhaftung und Befragung durch das Sicherheitspersonal. Früher waren auch die Filme sofort futsch. Aber auch an weniger gefährlichen Orten kann das Fotografieren heftige Reaktionen auslösen: Ich selbst habe vor einiger Zeit erlebt, wie eine ahnungslose Knipserin unschön und ohne Umschweife aus der Gnadenkapelle in Altötting hinaus befördert wurde. Das war ihr nicht nur äußert peinlich, sondern wohl auch eine besonders bittere Strafe für die gläubige Katholikin, die so gerne ein Foto von der schwarzen Madonna mit nach Hause nehmen wollte. Der Kirchenmann verstand jedoch keinen Spaß: Er wollte mich gleich mit hinaus werfen, nur weil ich eine Kamera dabei hatte. Das war aber juristisch nicht haltbar, denn das Mitführen von Kameras in der Kirche ist nicht ausdrücklich verboten.

Hinweise zu Fotografierverboten finden Sie an den Eingangstüren oder im Kassenbereich, auf den Eintrittskarten oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Meistens erfährt man dort auch, was einem bei Zuwiderhandlung droht: sofortige Verweisung aus dem Saal oder eine Geldstrafe.

Wie schafft man es, auf legalem Weg zu Fotos zu kommen?

Eine Fotografiererlaubnis kann man in vielen Fällen kaufen. Vielerorts löst man zur Eintrittskarte auch eine gesonderte Foto-Erlaubnis, z.B. beim Besuch von Schlössern, Tropfsteinhöhlen oder anderen touristischen Sehenswürdigkeiten. In einigen Museen genügt es, ein Formular mit den persönlichen Daten auszufüllen und glaubhaft zu versichern, dass man die Bilder nur zu privaten Zwecken anfertigt. Damit man in S- und U-Bahnhöfen unbehelligt Bilder machen kann, sollte man bei den örtlich zuständigen Verkehrsbetrieben rechtzeitig eine Genehmigung beantragen, da die Bearbeitung einige Tage in Anspruch nimmt. Der Fotograf gibt an, wo und wann die Aufnahmen gemacht werden sollen, und verpflichtet sich, bestimmte Auflagen einzuhalten. Im Gegenzug ist er mit allen Daten registriert und haftet für Schäden, die er möglicherweise verursacht.

Tropfsteinhöhle in Rumänien

Für Amateure ist eine solche Fotografiererlaubnis meist mit geringen oder gar keinen Kosten verbunden. Semiprofis und Profis spielen kostenmäßig jedoch in einer anderen Liga. Viele Hausherren lassen sich die Nutzung einer Location für Werbezwecke teuer bezahlen, manche verweigern generell die Zustimmung. Das kann damit zu tun haben, dass der Besitzer einer Location nicht mit bestimmten Branchen in Verbindung gebracht werden möchte (etwa einem Erotik-Shooting in konservativer Umgebung) oder die Exklusivität der Örtlichkeiten aus anderen Gründen wahren will. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie vor dem Shooting eine schriftliche Einverständniserklärung des Eigentümers oder des zuständigen Verwalters haben.

Öffentliche Plätze

Als Laie bzw. Amateur geht man davon aus, dass man auf einer öffentlichen Straße immer und überall fotografieren darf. Im Prinzip ist das richtig: Werke, die sich dauerhaft an öffentlichen Straßen oder Plätzen befinden, dürfen fotografiert und gefilmt werden und man darf diese Fotos auch weiter verbreiten.

Allerdings bezieht sich dies nur auf Denkmäler und die Außenansicht von Bauwerken, und hierbei auch nur auf eine "normale" Perspektive. Bringt ein Fotograf eine zwei Meter hohe Leiter mit, um ein Denkmal auf Augenhöhe oder durch das Fenster eines Gebäudes fotografieren zu können, dann können diese Aufnahmen unzulässig sein. Nur was jedermann von der Straße aus sehen kann, darf auch uneingeschränkt so fotografiert werden.

Turm der Frauenkirche, der sich in einem Fenster spiegelt

Plastiken im Vorgarten von Privatpersonen dürfen - wenn sie von der öffentlichen Straße aus einsehbar sind - ebenso fotografiert werden, wie Denkmäler auf einem Friedhof. Dies gilt wiederum nicht für Plastiken in der Eingangshalle einer Hochschule, da sie sich innerhalb eines Gebäudes befinden, und das Hausrecht die Fotografierfreiheit einschränkt.

Ein Sonderfall sind Bauwerke, die nicht "bleibend" an öffentlichen Plätzen stehen. Der von Christo kunstvoll verpackte Reichstag war ein Kunstwerk, das von Menschenhand wieder abgebaut wurde. Ein Postkartenhersteller, der Bilder des verhüllten Gebäudes produziert und vertrieben hatte, unterlag gegen Christo vor dem Bundesgerichtshof. Auch vorübergehend errichtete Wohncontainer oder ähnliches wäre demnach kein bleibendes Bauwerk. Ob es sich lohnen würde, für Fotos von Wohncontainern vor Gericht zu ziehen, müsste wohl im Einzelfall entschieden werden.

Anders sieht es jedoch im folgenden Beispiel aus:

Ein freiberuflicher Finanzberater lässt sich in München vor dem Gebäude der Hypovereinsbank fotografieren. Selbst wenn Fotograf und Modell dabei auf der öffentlichen Straße bleiben, kann - und wird, da wette ich mit Ihnen - die Bank die Verwendung der Fotos untersagen, denn das Gebäude ist Eigentum der HVB, steht symbolisch für die Marke bzw. den Bank-Konzern und ist diesem eindeutig zuzuordnen. In der Aufnahme würde der Finanzberater durch das Posieren vor dem symbolischen Gebäude einen unzulässigen Zusammenhang zwischen sich, seiner Arbeit und dem Bankkonzern herstellen, und vom Renommee des Großkonzerns profitieren: nicht zulässig. Hier greift das Wettbewerbs- und Markenrecht.

Wählen Sie für ein solches Shooting also ein anderes modernes Gebäude, ohne symbolischen bzw. Wiedererkennungswertoder nutzen Sie einen entsprechenden Bildausschnitt.

Andere Länder, andere Regelungen!

Die Glaspyramide vor dem Louvre in Paris darf nicht ohne weiteres professionell fotografiert werden. Grund: Nach französischem Recht wird der Urheber der Pyramide dadurch in seinen Rechten verletzt. Aus dem gleichen Grund sind die Lichteffekte am Eiffelturm urheberrechtlich geschützt. Wer das Stahlkonstrukt professionell fotografiert und die Bilder veröffentlicht, ohne eine entsprechende Erlaubnis eingeholt zu haben, handelt illegal.

Ähnlich ist es in den USA. Die Landschaften darf man derzeit noch ohne Erlaubnis fotografieren, auch professionell. Doch sobald es um Werbung geht, sind die Aufnahmen kostenpflichtig! In vielen Ländern bedarf es teurer Genehmigungen, um Werbeaufnahmen im öffentlichen Raum zu machen oder urheberrechtlich geschützte Werke (etwa Plastiken oder Architektur) zu fotografieren.

Sonnenuntergang am Grand Canyon

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Hallo Niels,
danke für den Kommentar. Ich habe mir mit einer Antwort etwas Zeit gelassen, komme gerade wieder von einem Workshop mit einem Profi und habe auch die Ausgabe 3/2007 der Zeitschrift Profifoto im Hinterkopf... In beiden ging es, wie so oft, ums Fotorecht.

Es herrscht gerade zur Zeit sehr viel Verwirrung, was all diese Themen angeht und man findet bei der Recherche stets unterschiedliche, mitunter sich widersprechende Quellen. Die Tendenz geht derzeit in die Richtung, dass die Richter härter GEGEN Fotografen urteilen.

//Wenn ich Menschen auf der Straße photographiere, können sie höchstens verlangen, dass das Bild nicht veröffentlicht wird,//

Nicht höchstens, mindestens. Aktuelle Aussage eines Profifotografen: es ist nicht erlaubt. Wenn ich jemanden fotografiere und das Foto anschließend nicht einmal im privaten Kreis herzeigen darf - welchen Sinn macht dann das Foto? Recht wenig, meines Erachtens. Fotos sind dazu da, um angeschaut und vielleicht sogar diskutiert zu werden - nicht um in irgendwelchen Schubladen oder auf Festplatten zu verrotten. Hilft aber nichts, wenn der Abgebildete dagegen klagt und das Gericht ihm Recht gibt.

Zur Frage "Skulptur" und Kunstwerk: hierzu passt Profifoto 3/2007, ein Beitrag von RA Dr. Wolfgang Maaßen, Düsseldorf: ein Fotograf hatte für den Produzenten einer grünen Verpackung ein Werbefoto gemacht, auf dem die grüne Verpackung, ein Mann im grünen Anzug und ein grünes Sofa zu sehen waren. Daraufhin bekam er Post von der VG Bild-Kunst, denn bei dem Sofa handelte es sich um ein LC 3 Sofa von Le Corbusier - und das durfte nicht einfach so fotografiert werden. Und das, obwohl es eigentlich ein Gebrauchsgegenstand war. Nur leider von Le Corbusier ;-)

Ich glaube kaum, dass man als Fotograf in einem Rechtsstreit Recht bekommt, wenn man eine Plastik fotografiert und behauptet, das Foto sei ein Kunstwerk - und die Plastik nur Nebensache. Da muss man schon sehr viel Kreativität mitbringen und die Plastik so fotografieren, dass selbst ein Jurist den Unterschied zwischen Kunst-Objekt und Kunst-Foto sieht. Was mich angeht: ich bin da eher skeptisch... und mit dem Fotografieren bzw. Online-Stellen von Kunstwerken inzwischen auch sehr vorsichtig geworden.

Ich denke, das Thema wird uns noch lange beschäftigen.

Fotografieren ohne Erlaubnis

Sorry, es geht nicht um Sinn oder Unsinn, sondern um Verbot oder nicht.

Das Fotografieren an sich ist nicht verboten, so lange nicht ein schwerwiegender (!) Eingriff in das Persönlichkeitsrecht stattfindet.

Dieser ist bei "normalen" Fotos, welche die Person nicht herabwürdigen (wie z.B das Fotografieren unter den Rock es täte) nicht gegeben.

Die Löschung des Bildes kann nur (!) ein Richter im Einzelfall (!) verlangen.

Wenn jmd aus Spass an der Freude oder zur Inspiration (wenn er z.B. Mode entwirft oder Gedichte/Geschichten über Menschen schreibt) sein persönliches Fototagebuch mit interessanten Menschen, die er auf der Strasse gesehen hat, füllt, ist das allein seine Sache, so lange er das eben nicht weiter verbreitet/veröffentlicht.

Fotografieren ohne Erlaubnis.

Was macht es für einen Sinn,wenn ich Personen fotografiere dieses Foto jedoch noch nicht mal unter Gleichgesinnte zu zeigen und zu diskutieren.Wenn ich dieses Foto unter Freunden zeige um es zu diskutieren verstoß ich bereits gegen Geltendes Recht

Fotografieren gegen den Willen der Fotografierten

Es stimmt schon dass das eine Einzelfallentscheidung ist rechtlich betrachtet aber sie werden vor Gericht schon Mühe haben darzulegen dass Ihr Interesse am Fotografieren höher zu bewerten wäre als das Persönlichkeitsrecht und das Selbstbestimmungsrecht des Motivs wider Willen. Außerdem ganz nebenbei ist das auch eine Frage der Höflichkeit, auch wenn das für manche Leute vielleicht kein Argument darstellet.

Sehr schöner Artikel, aber zwei Punkte, die meiner Meinung nach fehlerhaft sind:

"Kunstwerke sind urheberrechtlich geschützt, eine Veröffentlichung der Bilder ist nur mit Einverständnis des Urhebers des Kunstwerkes erlaubt. Ausnahme: Denkmäler, die bleibend an öffentlichen Plätzen installiert sind."

Dies gilt meines Wissens nach nur für zweidimensionale Kunstwerke (Gemälde etc). Durch das Photographieren eines dreidimensionalen Kunstwerks (Skulptur o.ä.) wird ein neues Kunstwerk geschaffen. Damit hat der ursprüngliche Künstler keine Rechte mehr am entstehenden Bild, kann also die Veröffentlichung nicht verhindern. Es ist sozusagen nur ein Zitat.

"Fotografiert man heimlich eine Person und wird dabei ertappt, kann der/die Fotografierte verlangen, dass das Bild gelöscht wird."

Das gilt doch auch nur außerhalb des öffentlichen Raums, beziehungsweise wenn der "höchstpersönliche Lebensbereich verletzt" wird. Wenn ich Menschen auf der Straße photographiere, können sie höchstens verlangen, dass das Bild nicht veröffentlicht wird, solange ich nicht gerade die Kamera einer Frau unter den Rock gehalten habe oder ähnliches.

"Das hieße ja, ich klau mir ein Bild von einer fremden Website, mache ein c drauf und schon ist es meins."

Nicht ganz. Das "c" macht das Bild nicht zu Ihrem Eigentum, nur: der wirkliche Urheber hat es damit schwerer nachzuweisen, dass er das Bild erschaffen hat.

Die Vorannahme, dass ein Copyright Vermerk "echt" ist, begünstigt in so einem Fall die Dreistigkeit von Bilderklauern. Das einzige, was der redliche Fotograf tun kann: er wird fortan seine Bilder mit Schriftzügen verunstalten :-(

"Das hieße ja, ich klau mir ein Bild von einer fremden Website, mache ein c drauf und schon ist es meins."

Nicht ganz. Das "c" macht das Bild nicht zu Ihrem Eigentum, nur: der wirkliche Urheber hat es damit schwerer nachzuweisen, dass er das Bild erschaffen hat.

Die Vorannahme, dass ein Copyright Vermerk "echt" ist, begünstigt in so einem Fall die Dreistigkeit von Bilderklauern. Das einzige, was der redliche Fotograf tun kann: er wird fortan seine Bilder mit Schriftzügen verunstalten :-(

Der Satz ist aber gefährlich:

Das Anbringen eines Copyright-Zeichens ist zwar nicht erforderlich, aber empfehlenswert, denn im Streitfall gilt derjenige als Urheber, dessen Copyright auf dem Bild angebracht ist!

Das hieße ja, ich klau mir ein Bild von einer fremden Website, mache ein c drauf und schon ist es meins. Das kann ja nicht sein, oder?

;) Wenn wir versuchen würden, in einem Artikel alle fotojuristischen Fragen flächendeckend abzuhandeln, hätten die Kollegen Rechtsanwälte und Gerichte weniger Arbeit, stimmt.

Übersichtlicher Artikel
nicht enthalten für Fotografen sind alle Probleme mit im Rahmen der Pressefreiheit, mit Dokumentation in der Folge von öffentlichem Interesse, mit der Aufnhame von beweisen in Straffällen und so weiter, wo die Privatsphäre unter Umständen dem Interesse der Öffentlichkeit zurück zu stehen hat.

@Christoph Baumgarten:
Ja, davon ist auszugehen. Ich denke, das gibt keine Probleme.

@alle Schweizer und Österreicher: Sorry, ich bin Fotografin und keine Juristin - und nicht mit der (sich stetig wandelnden) Rechtslage in allen Ländern dieser Welt vertraut. Wenn ich auf Informationen stoße, in denen speziell auf schweizer oder österreichisches Recht eingegangen wird, liefere ich die entsprechenden Links gerne nach.

Leider für mich als Schweizer einseitig nur am deutschen Recht orientiert; Was wenn ein Deutscher im Urlaub in einem der Nachbarländer fotographiert?

Super, dann hatte ich recht, als ich
http://www.sport-iptv.com/
produzierte.

Aber was ist mit den Typen mit dem NACKTEN HINTERN?

Eigentlich hat er diesen ja in die Menge gehalten, was einer Absicht der Veröffentlichung entspricht, oder?

bis denne

Christoph Baumgarten

Grundsätzlich greift das Recht am eigenen Bild, das eine uniformierte Person nicht verliert, auch wenn sie sich im Einsatz/Dienst befindet und uniformiert ist. D.h. ohne Einverständnis der abgebildeten Person keine Veröffentlichung.

Darüber hinaus kann die Behörde, für die der Polizist im Einsatz ist, eine Veröffentlichung von Bildern untersagen. Selbst Feuerwehrmänner, die im Dienst Fotos anfertigen, dürfen diese nicht publizieren (u.a. aus versicherungsrechtlichen Gründen).

Bei Demonstrationen und anderen Veranstaltungen könnte der öffentliche Anlass und die Anzahl der Personen, die auf dem Foto zu sehen sind, eine Veröffentlichung erlauben. Auf Ihre Frage gibt es also kein generelles JA oder NEIN, auch ein Gericht müsste im Streitfall den Kontext berücksichtigen.

Prinzipiell gilt jedoch: wenn sie einen Menschen fotografieren, brauchen Sie dessen Einverständnis für eine Veröffentlichung des Bildes.

Darf man als Laie uniformierte Polizisten fotografieren und diese z.B. in einem Blog online stellen?

Informativer Artikel! Aber wie sieht es mit uniformierten Personen aus. Polizisten, Ordnungsamtdienst, Soldaten, Wachschutz, Feuerwehr?

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