Schenk- und Feier-Formalitäten: Merkliste für Unternehmer und Selbstständige

Schnelle Infos zum Steuer- und Arbeitsrecht an Weihnachten und zum Jahresende

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Stand: 23. November 2017
Schenken, Feiern und Urlaub: Weihnachten aus arbeitsrechtlicher und steuerlicher Sicht

Alle Jahre wieder … stellt man sich als Unternehmer die gleichen Fragen: Wie hoch ist der Steuerfreibetrag für Geschenke an Geschäftsfreunde? Wie viel darf man den Angestellten schenken, ohne dass Lohnsteuer anfällt? Wie steht es um die Ausgaben für die Betriebsweihnachtsfeier? Was ist mit einer Spende?

Die wichtigsten Informationen haben wir hier zusammengestellt.

Weihnachtsbonus?

Natürlich können Sie Ihren Leuten freiwillig ein Weihnachtsgeld oder einen Jahresbonus bezahlen. Das gilt jedoch in jedem Fall als Zusatzlohn, deshalb müssen Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden (anders als bei Sachgeschenken).

Spätestens im dritten Jahr der Wiederholung droht die betriebliche Übung – dann haben die Arbeitnehmer einen Anspruch darauf. Das gilt auch, wenn die Sonderzahlung von Jahr zu Jahr schwankt. Mehr dazu steht im Beitrag „Betriebliche Übung: Kostenfalle für Arbeitgeber“.

Wenn nicht alle Arbeitnehmer zu Weihnachten ein Extra bekommen, sondern nur manche, dann sollte der Arbeitgeber die Auswahl sachlich begründen können (z. B. „nur, wer die Probezeit überstanden hat“ oder „nur das Servicepersonal“). Sonst könnte das ein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz sein. Und auf keinen Fall sollte man missliebige Mitarbeiter sanktionieren, indem man ihnen das freiwillige Weihnachtsgeld vorenthält, etwa nach dem Motto „Wer der Änderungskündigung nicht zustimmt, kriegt nichts.“ (BAG 05.08.2009, 10 AZR 666/08).

Geschenke an Kunden und Geschäftspartner

Wenn das Unternehmen Kunden und Geschäftspartner beschenkt (also Personen, die keine Arbeitnehmer sind), dann gibt es zwei Besonderheiten:

  • Das Finanzamt sieht solche Geschenke als Einkommen des Beschenkten, entweder er oder das schenkende Unternehmen muss deshalb Steuern bezahlen.

  • Außerdem darf das schenkende Unternehmen die Geschenkkosten im Prinzip nur dann als Betriebsausgabe buchen, wenn die Kosten nicht über 35 Euro liegen (§ 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG).

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