Wenn Sie sich selbstständig machen, müssen Sie bereits am Anfang viele wichtige Fragen entscheiden. Eine der vordringlichsten ist, ob Sie gewerblich oder freiberuflich tätig sein möchten (bzw. müssen oder können).
Freiberufler
Selbstständig sind Sie in beiden Fällen: sowohl als Freiberufler als auch dann, wenn Sie ein Gewerbe betreiben. Freiberufler haben allerdings ein paar durchaus lohnenswerte Vorteile:
Sie zahlen keine Gewerbesteuer.
Sie können die Ist-Besteuerung beantragen.
Sie müssen nur eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) erstellen.
Wenn Sie gerade am Anfang einer Selbstständigkeit stehen, sind die Vorteile dieser drei Punkte vermutlich nicht auf Anhieb erkennbar. Lassen Sie uns daher einen Blick auf die damit verbundenen Konsequenzen werfen.
Gewerbesteuer
Am einfachsten ist es mit der Gewerbesteuer. Sie heißt deswegen so, weil (fast) alle Gewerbetreibenden sie zahlen müssen, Freiberufler hingegen nie. Sie wird aus dem Gewinn (mit ein paar Zu- und Abschlägen) errechnet und beträgt 3,5 %, die so genannte Gewerbesteuermesszahl.
Die gute Nachricht ist, dass es einen Freibetrag von derzeit 24.500 Euro gibt, sodass Sie auf einen geringeren Gewinn gar keine Gewerbesteuer zahlen müssen.

Sehr guter erster Überblick, kurz und präzise. Hat mir sehr geholfen, danke!